Also meine Einstellung und Erfahrung ist, daß es unterschiedliche Formen der Liebe und Intensität gibt. Meine erste Beziehung etwa entsprach wohl eher der klassischen Verknalltheit mit großen Gefühlen. Meine jetzige zweite ist fast eher das Gegenteil: sie ist aus einer reinen Sexbeziehung entstanden, wobei der Sex nach 3 Jahren auch mehr in den Hintergrund getreten ist. Aber es ist mehr Geborgenheit und Vertrautheit als das große Feuer.
Zum Thema passend wäre wohl die aktuelle 12/09 Ausabe von
Psychologie heute. Hab es nur überflogen, aber der Tenor war daß man in Beziehungen zu große Gefühle, zu große Erwartungen setzt.
Dabei kann ich das eine nicht höher als das andere bewerten. Vielleicht braucht auch der eine mehr "Drama" und Aufregung als der andere. Wobei ich denke, das es mit den Jahren eh nachlässt, und alle Beziehungen dann gesetzter werden. Ich persönlich bin im Moment zumindest oft froh, das nicht alles an der "großen Glocke" hängen muß.
Was ich aus Gesprächen auc mitbekommen habe ist, daß viele, die in ihrer Jugend gerne unvernünftige "Vorzeigebeziehungen" eingegangen sind mit der Zeit auch vernünftiger geworden sind und beim Partner nicht mehr darauf gucken, da er der heißeste mit dem meisten Sozial- und Repräsentationswert ist (manche Leute ticken wirklich so!).
Das generelle (Un)Vermögen lieben zu können würde ich auch viel früher, nämlich im Kindesalter in der Beziehung zu den Eltern, sehen. In der Zeit wird man am meisten geprägt, also schon weit vor jeder (frühreifen) Partnerbeziehung.
Achtet also einfach darauf was euch gut tut, was sich gut anfühlt. Und weniger, welche Erwartungen man von außen eingetrichtert bekommt, und die man angeblich zu erfüllen hat. Den vieles von dem "Romeo und Julia" Bild halte ich für romantische Klischees, die einem oft mehr im Weg stehen, als das sie wirklich nützen!