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BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2011, 09:17 
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Weiser

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Ihr lieben...wie ihr wisst,reagiert jeder ein bissl anders auf die Enttäuschungen des Lebens.Auch ausserhalb des Ab-lertums...

Nun gibt es Langzeitab-ler,die tatsächlich über 10 oder 15 oder mehr Jahren nie auch nur den Kuss oder die Umarmung einer Frau erleben durften (von der eignen Mutter oder Schwester vielleicht mal abgesehen) und dennoch mit ihrem Leben zufrieden sind..auch wenn sie "eigentlich" etwas vermissen.

Auf der anderen Seite gibt es jene,die über ihre Beziehungslosigkeit so frustriert sind,das sie darüber depressiv werden oder Frauenhass entwickeln ,zu Sonderlingen werden oder sogar in Süchte abrutschen.

Was meint ihr,was den Unterschied ausmacht in Verhaltensweise und Denken beider?
Was ist dafür verantwortlich,das der eine verzweifelt über seine Situation und sich darüber "zum Negativen" wandelt und der andere zwar sehr traurig ist,aber doch auf allen anderen Gebieten seines Alltags das Maximum rausholt und somit viel mehr emptionale Ausgeglichenheit an den Tag zu legen in der Lage ist..auch langfristig gesehen?

Meine Vermutung ist die..das es daran liegen könnte,das erstens der eine vielleicht von Haus aus eine sehr geringe Frusttoleranzschwelle hat,zudem dazu neigt,sich "festzubeissen" in seinen Misserfolgen und sein fast gesamtes Denken im Alltag ausschliesslich um die Nichterreichbarkeit seines Beziehungswunsches kreist,währenddessen der andere vielleicht Wesensbedingt Misserfolge im Leben nicht soooo zum Mittelpunkt erhebt,sich vielleicht sagt "So what?Es gibt ja noch andere schöne Dinge im Leben!" und dementsprechend seine Schwerpunkte auf anderes konzentirert..z.B.auf seine Karriere oder ein einzelnes Hobby ausbaut usw.

Wie seht ihr das?

In einem Satz zusammenfassend gefragt:

Was kann ein Ab-ler machen,um auf Dauer nicht frustriert und depressiv zu werden,sondern sich die Lebensfreude und Menschenliebe zu erhalten?

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Di 1. Nov 2011, 09:17 


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BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2011, 14:21 
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sehe ich ähnlich wie du. wer sich auf die schöne dinge in seinem leben konzentriert kann auch als ab glücklich sein.

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ein "wir gefühl" verbinde uns so sagt man mir allein glaube ich es nicht.

Erlerne die Sprache der Verschwiegenen und gebe ihnen eine Stimme.
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BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2011, 18:30 
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Helfen kann sicherlich ein großer Freundeskreis...

Wird man nicht abgelenkt kreisen die Gedanken immer nur um seine Misserfolge....


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BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2011, 20:11 
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ich glaub nicht mal das das zwingend was mit nem großen freundes/bekanntenkreis zutun hat, sondern wirklich worauf man sich konzentriert.

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BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2011, 20:18 
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Weiser

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Ja,ich glaube auch,das es vorwiegend daran liegt,das man nicht insgesamt auch alles andere brachliegen lassen darf!

Wer ein Hobby ausbaut oder andere Schwerpunkte legt..wie gesagt Karriere oder Weiterbildung oder was weiss ich..der neigt nicht so dazu,sich in sich selbst zu vergraben mit Gedankengängen,die sich mangels Austausch mit anderen zwangsläufig im Kreise drehen..und der konfrontiert sich im Alltag dadurch auch immer wieder mit der Tatsache,das es auch noch andere Dinge geben,die dem Leben Sinn und Freude verleihen,lächel..

Leider neigen nicht wenige Ab-ler dazu,sich in ihr Schneckenhaus zurückzuziehen und insgesamt höchstens noch übers PC mit anderen Menschen zu kommunizieren,wenn es sich vermeiden lässt.
Das vertieft dann natürlich den Graben zum Leben und zu anderen Menschen und somit bereitet man den Weg in die Depression.

Also..Ablenkung ist meines Erachtens nach der wichtigste Schwerpunkt..

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BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2011, 20:35 
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Meister der Worte

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Es ist bei der Sache generell schwierig allgemeine Ursachen zu finden. Ich sehe aber sehr oft negative Rückkopplungen von/auf das Problem des AB-Tums.

Bei einem Teil sind zuerst irgendwelche psychischen Probleme da, Ängste, Depressionen, Traumata, soziale Phobien oder auch nur leichte "Anomalien" wie Schüchternheit, Stottern, Einzelgängertum, "komische" Hobbies usw pp .. und das dadurch aufkommende AB-Tum verstärkt dann diese Probleme noch.

Bei Anderen ist es der Anspruch, an sich selbst und/oder an andere. Ein nicht mit Zwischenzielen oder dem Weg zu einem ziel zufrieden sein zu können, sondern als Perfektionist immer nur das endgültige Ziel vor Augen zu sehen. Und bevor man das nicht erreicht hat, hat man versagt. Das zieht einen dann runter und .. siehe oben .. Oder eben eine Beziehung als etwas zu sehen, was perfekt sein muss, mit dem perfekten Partner, sonst hats keinen Sinn.

Aussehen ist natürlich auch ein Faktor. Gerade auch aber nicht nur bei Frau. Wer gut aussieht hats leichter, oder anders gesagt, wer nicht so gut aussieht, muss besser sein. Es kann aber nicht jeder besser sein, es muss auch Schlechtere geben. Ergo haben wir da wieder einen Ansatz zum Misserfolg der sich dann in der Folge rückkoppelnd verstärkt.

Wieder andere probieren zu viel. Gehen dauernd auf die Suche, holen sich immer wieder Abfuhren, wirken bedürftig. Daraus entwickeln sie dann Hass auf das andere Geschlecht. Und schon klappts erst recht nimmer.

Ja Gaby, Ablenkung ist da ein wichtiger Aspekt. Rückblickend kann ich nur sagen, dass ich froh bin, damals als ich AB war den Begriff AB gar nicht zu kennen (bzw den gabs damals noch gar nicht). Ich hab in der betreffenden Zeit (Studium) einfach drauflos gelebt und mich auf Anderes konzentiert. Zwischendurch hatte ich manchmal fast vergessen, keine Beziehung zu haben, so normal war das für mich. Das hat mir wohl viel Frust und damit oben beschriebene negative Rückkopplung erstpart.


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BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2011, 21:01 
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Weiser

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Ich glaube,mit das Schlimmste was man machen kann..generell..ist..sich in einer Problemsituation fast ausschliesslich auf das Problem zu konzentrieren und das machen leider viele Ab-ler.

Denn wer gedanklich und emotional nur noch um diese Problematik kreist,kann die anderen Aspekte des Lebens nimmer richtig wahrnehmen und geniessen..bringt sich so also insgesamt um Lebensfreude und Genuss,wo ursprünglich nur ein einziges Gebiet das Problem in ihrem Leben darstellte!

So ist das aber mit allen Problemen im Leben..auf sie schauen und sich mit ihnen und deren Lösung beschäftigen,ist gut und wichtig..aber nicht auf ewig..sonst verkümmert jeder andere Bereich und man ist nimmer in der Lage etwaige Chancen zu erkennen,weil man ja gar nimmer an sie glaubt.

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BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 11:12 
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Ich glaub du liegst da schon ganz richtig mit deiner Vermutung, Gaby.

Als jemand, der sich zumindest selber ;-) zur nicht festgebissenen Gruppe zählt würd ich sagen für mich sind es hauptsächlich 3 Dinge:
1. ich bin sehr robust/phlegmatisch, hab also ein relativ breites Kreuz für Fehlschläge
2. denke ich sehr analytisch/lösungsorientiert, und
3. ich hab einen ziemlich eisernen Willen wenn ich mir was in den Kopf setze. Das heißt ich komm aus Löchern auch wieder raus. Zumindest nach einer Weile.

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Frei nach Franz Joseph I: Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!

Da das Forum ohne Nord doch sehr ruhig geworden ist und ich mich dem Thema Love-Shyness auch zunehmend weniger verbunden fühle nehme ich meinen Hut. Wünsche euch alles Gute!


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BeitragVerfasst: Sa 5. Nov 2011, 00:58 
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gaby hat geschrieben:
Was kann ein Ab-ler machen,um auf Dauer nicht frustriert und depressiv zu werden,sondern sich die Lebensfreude und Menschenliebe zu erhalten?
Entweder sich gründlich ablenken oder einfach aufgeben.


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BeitragVerfasst: Do 10. Nov 2011, 01:38 
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Neuling

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Hallo Gaby und Forum,
im Grunde steckt schon viel Wahres im oben Geschriebenen, aber ob der Dualismus verbissen/frustuntolerant - flexibel/emotional ausgeglichen reicht, um den Unterschied zu verstehen?
Und sind das wirklich Ursachen für diesen Unterschied, oder vielleicht einfach die nochmal anders umschriebene Tatsache, dass manche ABs zufrieden und manche eben frustriert sind?
Zunächst mal muss man jeden AB m.E. zuallererst nicht als AB sondern als Menschen betrachten. Oftmals ergibt sich dann aus der individuellen Prägung durchs gelebte Leben, Familienkonstellationen, Genetik und andere Einflüsse erst, warum der Mensch AB ist und warum er wie damit umgeht. Sonst klingt das für mich, sofern ich mich denn der frustrierten Gruppe zuordne, zu sehr nach "du bist schwach, weil du eben schwach bist.", einer Aussage, die mir nicht weiterhilft, mir nicht gerecht wird und mich deshalb umso wütender/frustrierter macht.
Genauso gut könnte man sagen, dass die frustrierten ABs einfach das stärkere Verlangen nach Liebe oder den stärkeren Geschlechtstrieb haben. Obwohl ich das, mal vom bescheuerten Männlichkeits-Nimbus befreit, als keine Abwertung der "weniger Triebhaften" sehe, ist es doch ebenso unsinnig verallgemeinernd wie die Einteilung nach Frustrationstoleranz.

Zu mir: ich bin tatsächlich jemand, der sich gerne mal in ein Problem verbeißt und versucht, es kleinzukauen, mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Aber obwohl vermutlich in all meinen Bemühungen sich letztendlich der Wunsch nach Liebe verbirgt(wie bei vielen Anderen), habe ich doch ernsthafte Interessen, die übers Geliebtwerdenwollen hinausgehen und die ich unabhängig davon immer weiterverfolgen werde; z.b. lebe ich für die Musik und mag mein Studium sehr gerne. Mit diesen Sachen lenke ich mich also automatisch ab... wenn ich aber "verbissen" versuche, mich abzulenken, klappts eben doch wieder nicht. Das heißt, wenn ich zwischendurch aus Versehen wieder über mich als AB nachdenke, gerate ich leider meistens in so eine negative Gedankenspirale, die mich dann wieder für den Rest des Tages oder der Woche runterzieht. Ich komme einfach nicht drüber weg und will es auch nicht,
ich will nicht leugnen müssen, was ich mir so sehr wünsche und mich nicht ewig ablenken.
Ich will lieber aktiv nach der Lösung meines Dilemmas suchen!
Das ist doch nicht immer schlecht. Zum Beispiel ist ein erster Schritt in Richtung Freundin sicher, mal die Augen aufzumachen, sich für die Menschen und die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme zu öffnen, anstatt immer an den Hindernissen und eigenen Unzulänglichkeiten kleben zu bleiben. Oder diese zur Abwechslung mal als Stärken aufzufassen, was ich ja gerade versuche. Problemorientierung muss nicht verkrampft sein.


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