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 Betreff des Beitrags: Angst für der Liebe
BeitragVerfasst: Di 4. Feb 2014, 20:31 
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Anbei ein link zu ein artikel das sehr auf uns zutrifft,
aber auch mehr im algemein den Menschen zu prägen
scheint:

http://www.huffingtonpost.de/lisa-fires ... 85855.html

Ich erkenne da vieles von mir, bin gespannt nach euren meinung


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Di 4. Feb 2014, 20:31 


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst für der Liebe
BeitragVerfasst: Sa 15. Feb 2014, 03:06 
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Meister der Worte

Registriert: Mi 30. Mai 2012, 05:26
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Im anderen Thread habe ich dir dazu ja schon wasgeschrieben.
Vielleicht beteiligt sich ja noch der ein oder andere hier, denn ich finde das Thema auch sehr interessant.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst für der Liebe
BeitragVerfasst: Mi 23. Apr 2014, 16:04 
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Liebe geht vorüber, übrig bleibt die Inkompatibilität.
(Fjodor Michailowitsch Dostojewskij)

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Etiam si omnes, ego non.

Selten habt ihr mich verstanden
Selten auch verstand ich euch
Nur wenn wir im Kot uns fanden
So verstanden wir uns gleich.
(Heinrich Heine)


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst für der Liebe
BeitragVerfasst: Mi 23. Apr 2014, 18:36 
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Beiträge: 363
Wohnort: Wo es Arbeit gibt.
Das ist schon ganz negativ.

Es gibt paare die ein leben lang verliebt zusammen bleiben.
auch wann es davon nicht all zu viele gibt.
Aber unmöglich ist es nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst für der Liebe
BeitragVerfasst: Mi 23. Apr 2014, 19:16 
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Beiträge: 30
Es ist eine Sichtweise, die ich lange geteilt habe. Wer wie ich zu einer nihilistischen Weltanschauung neigt, findet so ein Zitat recht passend...

Zum Thema:
Als übermächtig würde ich die Angst vor Nähe und Hingabe bezeichnen, die schizoide Personen kennzeichnet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Angst für der Liebe
BeitragVerfasst: Mi 23. Apr 2014, 19:34 
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Registriert: Di 11. Sep 2012, 17:37
Beiträge: 363
Wohnort: Wo es Arbeit gibt.
Ich bin ziemlich zynisch, sehe der mensch als eine schlecht gelungende und sehr
primitive schimpanzensubspezies, aber ein hauch von hoffnung habe ich noch.

Der angst für Nähe und Hingabe teile ich mit dir - ich bin Non-konformist und
aussenseiter, jemanden der sich schlecht an anderen anpassen kann und deswegen
homogene gruppen und uniformität meidet.

Was ich in eine beziehung am meisten befürchte ist ein aufgezwungener
identitätsverlust - der art wie mein Vater meine mutter dominieren wollte
hat diese angst stark geprägt. (Sie war atheistin, er ein fanatischer Christ
der 11 jahr lang nicht mit mir reden wollte wann sich festgestellt hat das
ich auch atheist bin, zuerst har er sogar damit gedroht mich zu töten.)

Ich habe um die harmonie zu bewahren etwa zieben jahre vorgetäuscht
noch gläubig zu sein, und seitdem geschworen mir nie wieder so was
ähnliches an zu tun - entweder mann nimmt mich so wie ich bin oder gar
nicht - und ich mußte feststellen das die meisten menschen zu so etwas
nicht fähig sind, und alles was anders ist ändern wollen, den anderen
dominieren wollen. Als gruppentier halte ich der mensch für sehr
mislungen, mit gruppenzwang, mobbing und genozid als beweise dafür.

Frauen die in beziehungen der indentität ihres partners auslöschen
wollten habe ich schon häufiger gesehen - mein bester kumpel war in
so eine ehe, bis sie sich von ihm getrennt hat wann er sich nicht
ausreichend für sie umgestellt hat.

Ich halte frauen für viel konformistischer als männer, in durchschnitt -
ich arbeite in den künsterischen bereich, wo frauen auch viel seltener
sind als männer - künstler sind von natür aus eher non-konformistisch.
Deswegen ist meinen arbeit mein wichtigster jagdrevier was frauen
angeht, ich will vermeiden mich in eine konservativ-konformistische
frau zu verlieben, die dann alles an mir ändern will.

Ich glaube nicht, das man für solche befürchtungen shizoide
sein müß, mein lebenserfahrung hat mich gelernt wie unschön
es ist von anderen dominiert zu werden, und gehasst zu werden
für wer man ist...


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst für der Liebe
BeitragVerfasst: Mi 23. Apr 2014, 21:08 
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Registriert: Mi 23. Apr 2014, 13:07
Beiträge: 30
Dann haben wir etwas gemeinsam. Ich habe den Zynismus früher stärker gelebt, momentan versuche ich, davon etwas abzurücken.
Ein hedonistischer oder romantischer Mann werde ich aber niemals werden, da meine Grundstimmung eher melancholisch ist.

Je nachdem wer mein Verhalten analysiert, werden Begriffe wie Schizoidie, Phobie, Paranoia, Misstrauen, überzogene Selbstkritik fallen.
Doch glaube ich nicht, dass ich ein Härtefall bin, weil ich mir Hilfe organisiert und begriffen habe, dass ich über Potenzial verfüge.
Eine Therapie kann Hilfe zur Selbstentwicklung geben, wenn sie gut ist. Und ich möchte meine Angst überwinden und mich selbst endlich wieder spüren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Angst für der Liebe
BeitragVerfasst: Di 13. Mai 2014, 07:37 
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Registriert: Do 4. Nov 2010, 13:42
Beiträge: 105
Kontrolle hat ja immer etwas mit Angst zu tun.
Die meisten Menschen die Einfluß auf ihren Partner nehmen haben Angst.
Und wir Deutschen sind ja nicht umsonst das Synonym für eine Angst-Nation.
Wir haben die meisten Versicherungen; die meisten Kontroll-Systeme und vielleicht auch die meisten und verwirrensten Gesetze.
Sehr vieles hier in Deutschland wächst ausschließlich aus der Angst.

Wir haben ja hier inzwischen auch Menschen aus anderen Nationen.
Es würde mich sehr interessieren, wie sehr man das fühlen kann und ob/wie sich die Deutschen von anderen Nationen unterscheiden.

Aber ja..... wenn ein Partner unter der Aussage "Ich meine es ja nur gut mit dir; ich will ja nur, dass es dir gut geht" die Eigenarten des Gegenübers kritisiert und/oder beschneidet, dann ist das nichts anderes als Angst.
Angst, der Partner könnte gehen; etwas schöner oder besser finden; schöne Dinge alleine erleben; "auf den Geschmack kommen" und plötzlich wieder autonom etwas machen wollen....

Vielleicht hatte man vor der Beziehung Hobbys oder Freunde, welche man auch weiterhin alleine ausüben/treffen mag...
Dann kann der neue Partner nicht "aufpassen" und kontrollieren, was man da tut.
Und womöglich sind diese Stunden schöner und erfüllender, als mit dem Partner....
Dann kommt die Angst.....
"Irgendwas" könnte besser/schöner/wertvoller sein, als die Zeit mit dem Partner....
Vielleicht kommt der andere auf die Idee, doch lieber alleine leben zu wollen...
Oder man gibt womöglich Geld alleine aus, das der Partnerschaft doch viel besser tun würde...
...
...

Viel Eifersucht, Neid und Angst.
Unter dem Deckmantel "Ich liebe dich und will meine gesamte Zeit nur mit DIR verbringen" oder dem "Ich mach mir Sorgen um dich; es könnte dir ja was passieren"....

Die wenigsten Menschen verstehen diesen Zusammenhang.
Die wenigsten Menschen sind wenigstens ehrlich mit sich selbst.
Die wenigsten Menschen suchen nach Wegen, damit aufzuhören, dem Partner sein Leben zu neiden und weg zu nehmen.
Und die wenigsten Menschen begreifen, dass dies auch anders herum gültig ist.
Auch SIE haben ein eigenes Leben, das gelebt werden will. (und nicht nur mit "warten auf den Partner" verbracht werden möchte)

Wahre Liebe bedeutet, dem Partner sein eigenes Leben zu lassen; es positiv zu unterstützen und Mut zu schenken - aber auch sein eigenes Leben erfüllend zu gestalten und Sorge zu tragen, dass man zufrieden lebt.

Man kann daran arbeiten, sobald man das Problem sehen kann; es erkannt und verstanden hat und auch der Partner begreift, dass "einsperren und beschneiden" nicht Liebe ist.

Man muß nicht aus Angst auf Liebe verzichten.
In Wahrheit ist es nicht die Angst vor der Liebe, sondern die Angst vor der Angst, die einen von der Liebe abhält.

Der Angst vor Erwartungen; vor "nicht-genügen"; vor "nicht-wissen oder können"; vor "nicht-gefallen"....
Auch die Angst vor dem Ausprobieren....
Dem Ausprobieren, um zu gucken, ob etwas gut ist oder nicht.
Und der Konsequenz, dann vielleicht auch sagen zu müssen, dass es doch nicht gefällt oder gut tut.
Dem Abschied.

Lieber etwas erst garnicht anfangen, wenn man nicht weiß ob es gut ist.
Dann muß man sich auch garnicht erst verabschieden....

Überall ist die Angst.

Wenn man einmal anfängt, alles aufzuschreiben, was man NICHT tut und sich dazu schreibt, warum nicht - und immer weiter eindringt in die Gründe, die einen abhalten etwas zu tun, dann stellt man irgendwann fest, dass es wahrhaftig nichts anderes gibt, als die Angst.

Und man erkennt, wie vergiftet das eigene Leben von dieser Angst ist.
Und wie voll von Liebe und ZUfriedenheit es sein könnte, wenn man statt der Angst VERTRAUEN und LIEBE zu sich selbst hätte.
Und man kann beginnen, mit kleinen Schritten etwas zu verändern.
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst für der Liebe
BeitragVerfasst: So 18. Mai 2014, 15:42 
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Registriert: Mi 23. Apr 2014, 13:07
Beiträge: 30
Ich stimme dir zu, Kontrolle wie ich sie gewohnt bin, ist ein Kompensationsversuch der Angst in mir; in meinem Fall eine Kontrolle meiner Gefühle, Mimik und Gestik. Kontrollzwänge (wie Ordnungszwang z.B.) gibt es auch, das habe ich aber glücklicherweise nicht. Dass auch in Deutschland über Angst Politik gemacht wird, liegt daran, dass Angst eben Macht verleiht (das hat die Politik der Kirche abgekuckt). Aber Deutschland, bzw. jenes Proforma-Konstrukt BRD, ist ein anderes Thema und würde den Rahmen hier sprengen.

Du schilderst die Angst der depressiven Persönlichkeit, die Angst davor, verlassen zu werden. Doch die Behauptung, dass es keine Angst vor der Liebe gäbe, stimmt nicht. Die Angst vor der Liebe, d.h. die Angst vor Nähe, Zuwendung, Intimität, existiert sehr wohl, nämlich dann, wenn das erfahrene Konzept von "Liebe" negativ konnotiert ist -- beispielsweise durch frühkindliche Traumata oder einen anderen gravierenden Vorfall im Leben. Bei vielen mag das glücklicherweise in der Pubertät korrigiert werden, in manchen Fällen jedoch nicht und dann verfügt der Erwachsene nur über negative, schlechte "Eindrücke" -- und keinerlei Korrektiv. Wie willst du etwa einem Rotgrünblinden vermitteln, dass Bäume in der Regel viele Grüntöne aufweisen und nicht grau sind? Er kennt es schließlich nicht anders.

Stichwort Vertrauen: Ein schizoides Kind schafft es beispielsweise nicht, das wichtige Urvertrauen zu entwickeln und wird deshalb seiner Umwelt und den Mitmenschen ständig mit Misstrauen begegnen. Die Liebe zu sich selbst geht häufig ebenfalls verloren und wird durch Erziehung (Schule) und Gesellschaft sukzessiv "abtrainiert"; die selbstlose bzw. selbst-lose Persönlichkeit ist eine mögliche Folge davon.

Wirklich zu wissen, wie "voll von Liebe und Zufriedenheit es sein könnte", setzt indes voraus, eine Vergleichsmöglichkeit zu haben. Wie willst du jemandem klar machen, was ihm entgeht, wenn er außer seiner Angst und den gemachten schlechten Erlebnissen nichts kennt? Er wird nicht ermessen können, was jenes "Abstraktum mit 5 Buchstaben" (Originalzitat von mir) ihm Positives geben könnte; er sieht die Liebe, wenn nicht neutral, wahlweise durch die Augen des Skeptikers, des Zynikers oder des Phobikers.

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 Betreff des Beitrags: Re: Angst für der Liebe
BeitragVerfasst: Mi 26. Jul 2017, 09:27 
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Neuling

Registriert: So 18. Jun 2017, 17:25
Beiträge: 5
sehr interessant


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst für der Liebe
BeitragVerfasst: Fr 1. Jun 2018, 17:25 
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Neuling

Registriert: Mi 4. Dez 2013, 00:59
Beiträge: 5
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