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BeitragVerfasst: Di 11. Sep 2012, 14:14 
Love-shy, InCel, das trifft alles auch auf mich zu. Ich bin ein geburtiger Holländischer Mann (also vergib mich meine rechtschreib und grammatik-fehler) und bin von wegen meinen beruf in der trickfilmindustrie vor fast 16 Jahre nach Deutschland umgezogen. Mittlereweile bin ich ungeküsst mit 49, also einen härtefall. Eine normale freundschaftliche umgang mit frauen ist eigentlich kein problem so lange ich mich nicht verliebe - sogar mal ein bisschen rumflirten und innuendo, wanns nicht ernst ist. Als trickfilmzeichner/3D character animator und regisseur ist körpersprache ein wichtiger teil meines berufs, also asperger habe ich bestimmt nicht.

Ich bin nicht sehr gut mit neue bekanntschaften, mache keine neue freunden in kneipen, bars, diskos etc - wirklich nicht mein revier, abgesehen von so after work treffen und so komme ich da auch nie. Ich arbeite in einen Künstlicherischen bereich, ziemlich jenseits der normalgesellschaft, bin ziemlich non-konformistisch, bin weit entfernt von was von 'normalen' männer erwartet wird (hasse fußball und sport, alphamänchengetue und diese ganze gewinner-verlierer leistungsgesellschaftsmentalität, status-getue, materialismus, technik, autos - habe nicht mal ein führerschein.) Ich sehe der Mensch meist noch als eine mislungene Schimpanzenart, und ärgere mich häufig an die primitiven menschlichen verhaltensmuster, vor allem noch gruppenzwang und konformität. Wollte früher astrofysiker werden, dann comiczeichner, binn am ende ins trickflimgeschäft eingestiegen, berufung mehr noch als beruf, hat jemanden das mal zusammengefasst. (Leider lauft ach das nicht mehr so gut für mich seit diese branche vor einigen jahren von zeichnerische auf computeranimation umgestiegen ist). Freiberuflich, also ein unregelmaßiges einkommen, mal perioden ganz weit weg gearbeitet, unregelmäßige arbeitszeiten - von großen lücken zwisschen produktionen bis ganze wochenenden durchackern von wegen deadlines - also, ein lebensstiel womit, in meiner erfahrung, die meisten regulären Frauen überhaupt nicht klar kommen würden. Mein sozialkreiß ist fast vollig berufsorientiert, da ich mit meine interessen - wissenschaft, kunst, kultur, entertainment - in meinen erfahrung wenig anschluß finde in der normalgesellschaft. Eine standartbeziehung, also regulären sicheren scheißjob nur um mich die miete, festkosten, schönen wohnungseinrichtung usw leisten zu können, eine geregelte alltag, zwangsmäßig kinder kriegen ob wie es mit sieben miljarden menschen noch nicht ausreichend viele menschen auf unserem welt gibt, und genau so zu leben wie die nachbarn, das wäre überhaupt nichts für mich, eher ein albtraum - ich suche mich eine frau die sich auch über selbstverwirklichung behauptet und nicht zwangshaft das übliche pflichtprogramm folgen will - na, davon gibt es halt nicht so ganz viele. Glaube entweder an einen Gott oder ein leben nach dem Tot - wir haben hier etwa 80 jahren, und alles was mann in das leben hier verpasst, dafür wird es keine zweite chance mehr geben. Bin zwar non-konformistisch, in den sinne das mann seinen eigenen geschmack und meinung folgen soll, aber weiter introvertiert und keinen rebell, mann sieht es mich nicht an, ich schreie es nicht rum. In manchen sachen bin ich sehr progressiv, in anderen sehr konservativ, und in nichts vollig originel - ich nehme mich nur aus dem vorhandenen angebot an ideeen und meinungen die sachen die mir gefällen in einen eigenen misschung die auch nicht zu irgendwelchem subkultur gehört, gleiche mich nicht an an meinen zufälligen umfeld, aber suche mich meine bekanntschaften unter diejenigen die mir ähnlich sind. War immer schon ein aussenseiter, der homogene gruppen mit gruppenzwang gehasst hat. (Aber nette heterogene gruppen mit gegenseitigem respekt für ein ander geliebt, ein wirklicher einzelgänger bin ich nicht, bin gerne unter freunde.) Habe mich in meine Lehrerschule damals meist einsam und unglücklich gefühlt, aber in der Trickfilmwelt gewußt das ik da zuhause gekommen bin. Die meisten meiner kollegen die eine funktionierende beziehung haben, sind mit anderen kollegen zusammen gekommen.

Der Trickfilmwelt ist eigentlich ziemlich ungezwungen, und da wird viel rumgeflirtet - seit ich hier in Deutschland in den großeren studios gearbeitet habe, habe ich da eigentlich gelernt ein bisschen zu flirten - damals wann noch handgezeichnet würde, waren auch immer viele sympatische, nette, hübsche mädels da. Leider in bezug zum beziehungen war al das ständige geflirt ohne erflog, da ich dann irgendwie doch mal nicht erkennen kann ob so einen flirt mehr bedeutet, oder doch nur spielerei ist. Eine meiner kolleginnen hat dermaßen um mich rum gemacht das jeder geglaubt hat sie sei verliebt in mir - war aber nicht so. Verliebtheit auf dem ersten blick, das gab es bei mir kaum, meist wachst so etwas bei mir über ein freundschaft und brauche ich zum richtigem verlieben wochen bis meist monate (rekord steht auf zehn jahr zwisschen erstbegegnung und das moment das ich mich verliebt habe). Problem - für diese frauen bist du an den moment schon längst in den freundschaftsschiene, auch wenn die mal zum spaß zwisschendurch kräftig mit mir rumgeflirtet haben. Na ja, finden die dann raus das ich verliebt bin, dann werden diese freundschaften manchmal sehr problematisch; in der arbeit trifft mann auch ständig auf einander, krach, streit - dann wieder bin ich zu präsent, dann wieder zeige ich mich dann doch wieder viel zu wenig, dann kann man machen was mann will, aber nie wird mann es so einen frau recht, sogar wann ich ihr aus puren frust nicht mal mehr jagte und mich nur noch auf einen platonischen freundschaft beschränkt habe. Betriebsparties waren meist richtig die hölle; da kam man nicht mal in der nähe, und knutschten die vor deine nase mit anderen rum. Eine verheiratete kollega die im studio mehrere frauen am einen feier küsste und seinen ehefrau mit mehrere kolleginnen betrogen hat, nee, der war voll sympatisch, aber ich war irgendwie der mega-bedrohung; da war auf parties manchmal ein eiziges wort schon zuviel - super. (Ich habe mich auf viele parties wie Quasimodo gefühlt und mich nicht mal mehr getraut die frauen an zu reden, selbst meist ängstlich in riesenkreiße um meinen unerreichbaren rum gelaufen.) Um dann demnächst im studio während der pause doch mal wieder frech mit mit zu flirten. Manchmal wird dann der freundschaft dann mal für eine weile gekündigt, bis das sie nach wochen bis monate doch mal wieder selbst der erste schritt macht. Schon sehr belastend, alles.

Bin dann vor etwa acht jahre in einen dauerdepression geraten, sicher nachdem es mir auch beruflich immer schlechter gegangen ist - von regisseur einer tv-trickfilmserie zum fast dauerarbeitsloser, in den letzten jahren, momentan geht es mir in fast jedem bereich schlecht.

One night stands interessieren mich überhaupt nicht ind vermeide ich sogar; ich glaube ich hatte so etwas vielleicht sogar haben können. Wann ich in China gearbeitet habe, hat ein massagemädchen mich einmal mit den hand befriedigt, für geld, natürlich, aus neugier; ich habe mich moch nie so einsam und elend gefühlt, bedauere meine einzige seksuele erfahrung jetzt, und wird auch mit sicherheit keine prostituierten besuchen. Pick Up Artists balzverhalten ist mir zu primitiv, und zu Neanderthaler - so möchte ich nicht sein. Sex wäre für mich warscheinlich die schönste nebensache im welt, aber nicht die hauptgrund für eine beziehung. Bei al diese pick-up tricks dreht es sich nur um sexuellen anziehungskraft mit unbekannte frauen die man über diese ganze spielchen und mind-fucks nicht mal richtig kennen lernst bevor man die mit ins bett schleppen soll, in den man sich sogar nicht mal verlieben soll bevor du mit diese frau mehreren mahlen geschafen hast, da dreht es nur noch um hormone - ziemlich weit von meinen vorstellungen entfernt, obwohl ich leider auch gesehen habe das so einen primitiven verhalten bei frauen noch am besten ankommt. Was ich mir wünsche ist eine seelenverwandtin und eine partnerin fürs leben. Jemanden die mich lieben kann so wie ich bin, und ausreichend gut zu mir passt, das keiner sich großartig an den anderen anpassen muß - meine meinung nach soll mann jemanden so lieben wie die person halt ist, sie mich und ich ihr, einige kleinere praktische kompromisse natürlich da gelassen. So jemanden findet jemanden wie ich nicht per zufall über pick-up tricks in eine beliebige kneipe oder supermarkt. An die Liebe glauben tue ich eigentlich nicht mehr; seit 2010 reagiere ich nicht mal mehr richtig wann frauen mit mir flirten, ich kann mich nicht mal mehr vorstellen, die meinen es ernst und haben tatsächlich interesse an mir. Mein letzter richtigen versuch bei einen Frau stammt mittlereweile von anfang 2008; mein letzer date ist noch langer her.

Das allerschlimmste ist noch das ich zusätslich eine art von bindungsangst haben müß, denn zwisschen alles durch habe ich möglich auch selbst einige chansen vermazzelt, damit ich befrohren bin in den moment das ich etwas machen hätte sollen. In einer dieser fälle haben anderen mich sogar klar gemacht das diese frau verliebt in mich war - ein absoluter traumfrau worüber alle männer im studio geschwärmt haben, voll sympatisch, flott, intelligent und dabei noch hübsch wie ein foto-modell. Ich war neu im studio und neu im stadt. Bei unseren ersten abend aus, wofür sie mich eingeladen hatte, in eine gruppe mit kollegen, hatte sie die zweite hälfte der abend wirklch nur auge für mich, mich so häufig quasi-zufällig berührt, das ich nich wußte was mich passiert, und nach dieser abend hat sie sich mich aktiv bei einigen anderen gruppenaktiviäten involviert, den einen bezauberenden blick nach den anderen. Hat mich gefragt, wie ich dagegenüber stehe das der koproduktionsstudio, für wem ich eigentlich gearbeitet habe, mich zu denen nach Berlin schicken wollte, und das sie sich für mich anstrengen wurde mich in ihren studio zu behalten. (sie war line producer und ziemlich hoch in der hierarchie, dazu die schwester des cheffins). Ich hab den koproduktionsstudio dann selbst mal angerufen um nach zu fragen, mein kontakt da war eine befreundete kollegin die ich noch von früher kannte, und sie hat mich gefragt woher ich dieser blödsinn hatte, es gab keine pläne mich nach Berlin zu transfererieren. Wann ich sie dann gesagt habe, die N. hatte mir das gesagt, hat sie gelacht; Ach nein, ich sollte das nicht ernst nehmen, die hatte doch nur eine ausrede für ein gespräch mit mir gesucht. Wann ich nachgefragt habe ob sie etwas weiß das ich nicht weiß, hat sie geheimnissvoll gelacht, und geantwortet, 'Na ja, du weiß schon, love-gossip...' Ich wußte das die beiden mit einander befreundet waren, und meine kontaktperson in Berlin war nie eine ratsch und klatschtante; warscheinlich war da was dran. Ich bin in panik geraten, eine absolute traumfrau wohl möglich in mich verknallt, wie geht mann damit um? Ich habe die N. nachdem sogar mal ängstlich in voller panik abgeblockt wann sie kontakt mit mir gesucht hat, ihr damit warscheinlich beleidigt, denn sie ist dann voll auf distanz gegangen. Bei mein abschiedsfeier zwei wochen später ist sie trotzdem noch gekommen, ist bis zum ende geblieben, wann die meisten anderen gegangen sind hat sie mich ein glass weißwein bestellt, und im gespräch erwähnt momentan single zu sein, nicht gerne alleine im urlaub zu fahren, und schon mal eine fernbeziehung gehabt zu haben; auch mit ihrem körpersprache hat alles gestimmt, und ich wußte irgendwie ich hätte sie nur küssen mussen, alles hat gestimmt, ich war auch selber scheißverliebt in sie, alles in mir wollte sie auch küssen - aber irgendwas hat mich volkommen blockiert. Ich habe gewußt wie ich sie in den moment verliere und war irgendwie unfähig es zu verhindern. Ihr versprechen mir zu mailen während meinen anschließenden verbleib in einen produktionsstudio in China hat sie nachdem nicht mehr gehalten, obwohl das ihre eigene vorschlag und initiatieve war; sie hatte mich um meine mail-adresse gebeten, ich hatte das ihre nicht, und ich habe dann ziemlich feige auch über andere wege nichts mehr von mir hören lassen. Nein, sie war nicht die große Liebe meines Lebens, und ich trauere sie auch nicht nach, es ist mittlereweile über zehn jahre her, aber irgendwie habe ich mich da selbst wohl sehr entäuscht, mir nur noch ein mega-feichling gefühlt, und auch nachdem habe ich mich über die jahre noch auf gleichartigen verhaltensmusster erwisscht - es gab momente, da habe ich mich selbst sabotiert.

Ich sehe mich eher als noch um etwa attraktiv, sicher nicht abstoßend, etwas kleinwuchsig (1.64m) und etwas übergewichtig, aber vielen glauben ich sehe 15 jahre junger aus. So lange ich mich nicht verliebe, haben frauen keine probleme mit mir; einige sehr hübschen haben mich sogar selbst mit aufs dates eingeladen, und da sogar mit mir geflirtet - meine probleme entstehen erst dann, nachdem ich mich verliebt habe. Bin ich nicht verliebt und etwas auf distantz, dann bin ich wohl möglich eine herausforderung, und gehe ich locker mit den frauen um; wird ich aber verliebt, dann ändert sich einiges. Entweder ich gerate im panik und vermazzele die sachen ganz selbst, oder die frauen rennen mir davon ob wie ich weiß ich was für eine gefahr darstelle - ich fass die nicht mal an - und beruhigen sich erst dann wieder, wann meiner verliebtheit vorbei ist. Auf eine scheue art verliebt sein müß wohl das allerschlimmste sein das man ein Frau an tun kann, anders kann ich es mich auch nicht erklären. Ich habe mit sehr vielen von den frauen die mich mal abgelehnt haben immer noch kontakt, auch wann die schon längst verheiratet sind, in viele fälle haben die frauen da sogar eine viel aktivere rolle als ich, und mit vielen bin ich noch immer befreundet, also daran hats nicht geliegt. Aber diese eine schritt weiter, bleibt mich immer verschlossen, und mit fast 49 wird mann da doch ziemlich verzweifelt.
Sich nur auf platonischen freundschafte mit Frauen beschränken funktioniert auch nicht; früher oder später verlieben die sich dann doch noch in anderen, und dann wird mann komischerweise doch noch als rivale gesehen, und bleibt von einen aktiven freundschaf auch nicht mehr so ganz viel mehr übrich. Der einzige weg eine frau für sich zu bekommen, in welcher art den auch, läuft halt nur übers bett, wie man es auch dreht, am ende ist es nur sex das männer und frauen entgültig mit einander verbindet, dreht es doch nur um primitive hormone, und werden freundschaft, loyalität, empathie und unterstutzing, wesentliche teile einer beziehung, nicht gewertet.
Ein großmaul voller selbstvertrauen, meist noch deswegen das es ihm in wesen volkommen egal ist bei welcher frau er belandet, hauptsache gut für sein status, macht dabei milionen mahl bessere chansen als jemanden der über jahre für sie da war, wann es ihr schlecht gegangen ist.

Momentan gibt es überigens überhaupt keine interessante frauen in mein leben.... Na ja, ruhe muß mal sein....

Würde mich freuen auf reaktionen - kennt ihr solche sutuationen, bin ich doch eher ein a-typischer einzelfall, gibt es noch ratschläge?


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Di 11. Sep 2012, 14:14 


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BeitragVerfasst: So 16. Sep 2012, 16:02 
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Meister der Worte

Registriert: Mi 30. Mai 2012, 04:26
Beiträge: 806
Hallo Non-konformist,

klasse daß du mit im Forum dabei bist. Würde gerne so gut niederländisch können, wie du deutsch. Selbst wenn nicht immer alles gleich auf Anhieb verständlich ist, ist es trotzdem interessant deine Beiträge zu lesen.
Vielleicht kannst du ja in einem Thread bisschen über Holland erzählen und uns die Sprache bisschen näher bringen. Hatte mir schon lang mal überlegt, mir ein NL-D Wörterbuch zu kaufen, eventuell auch ein einsprachiges Wörterbuch mit Worterklärungen.
Kenn mich da nur nicht so gut aus. Hier in Deutschland ist ja Langenscheidt oder Pons ganz groß, aber welche Verlage in NL von Bedeutung sind ist mir unbekannt.
Hatte mir mal vor langem vorgenommen eine virtuelle Weltreise zu machen, also im Internet auf ausländische Seiten zu surfen und einfach mal einen Eindruck von den Ländern gewinnen, deren Seiten ich mir da dann anschaue. Kam nur noch nicht dazu das zu verwirklichen.
Aber bevor ich völlig vom Thema abkomme, einiges was du schreibst kann ich dir nachfühlen.
Mir fällt es auch nicht so leicht auf Frauen zuzugehen, gerade dann wenn sie mir viel bedeuten. Weiß ich, es wird nichts daraus und bleibt freundschaftlich, dann ist es okay, aber wehe ich rechne mir Chancen aus, dann komm ich regelrecht ins zittern.
Aktuell habe ich grad andere wichtigere Dinge zu erledigen, daher kann ich alles auch ganz locker nehmen. Wie es nach dieser Zeit aussehen wird, ist noch völlig offen.
Mir tut es auch gut, von anderen mitzubekommen wie es ihnen so ergeht. Das hilft mr manchmal Verhaltensweisen zu erkennen, die ich von mir kenne und die ich positiver gestalten sollte um Erfolg zu haben.
Im Moment konzentriere ich mich auf andere Dinge und lasse Kontakte einfach auf freundschaftlicher Basis, dadurch wird es für mich einfacher.
Vermutlich brauchst du auch Gelegenheiten, in denen du dich langsam an jemanden gewöhnen kannst und diese Person immer wieder antriffst, bevor du dir sicherer wirst, wie du zu ihr stehst.
Diese "ich treff jemand und werde gleich enger Freund" geht mir auch zu schnell, da bin ich dann voll überfordert. Lerne ich aber jemanden kennen, und kann in einer eigenen viel langsameren Geschwindigkeit auf diese Person zugehen, sieht das schon ganz anders aus.
Und dich schätze ich im Moment ähnlich ein.
Daher braucht es auch einen eigenen Weg, um die richtige Partnerin zu finden.
Manches was ich von PickUp aufgeschnappt habe, versuch ich auf meinen Stil umzudeuten, damit es für mich was sinnvolles ergibt. Denn selbst wenn wir nicht mehr im Neanderthal leben, heißt das noch lange nicht, daß alles was übermittelt wird falsch ist oder unbrauchbar.
Ich finde, es geht dann eher darum zu ergründen was dahinter steckt und daraus zu lernen.
Beispiel:
Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, daß ein angehender PUA möglichst viele Frauen ansprechen soll und austesten was ihm möglich ist. Also beispielsweise einfach ein Gespräch beginnen, oder versuchen mit ihr ein Date auszumachen bis sie nein sagt und dergleichen mehr.
Ich für mich habe mir überlegt, daß ich mir da so ziemlich alle Kontakte die möglich wären ziemlich kaputt machen würde, was ich nicht will.
Also habe ich mir überlegt, ok ich sprech zwar Frauen an, aber ich verhalte mich so, daß ich mich dabei wohlfühle und jederzeit wieder mit der Frau ins Gespräch kommen kann.
Mir geht es also nicht darum möglichst viele anzusprechen und dabei völlige Gleichgültigkeit zu entwickeln, weil ja sowieso ich nur wichtig bin und sich alles um mich drehen muß, sondern lieber wenige ansprechen, die dafür öfter und einfach mal schauen, wie bedeutend sie für mich werden. Bringt mir mehr und ich lern auch mehr daraus.
Vermutlich geht es hier einigen so, daß sie gern nicht mehr alleine wären, aber einfach noch nicht den richtigen Weg für sich gefunden haben das zu erreichen.

Wünsche dir einen schönen Aufenthalt hier im Forum
Tipsler

PS: Was bedeutet eigentlich InCel und VolCel? Das sind Begriffe die mir unbekannt sind, die in deinen Beiträgen aber auftauchen. Vermutlich kann man es irgendwo nachlesen, aber ich dachte mir ich frag einfach mal, da du mir dann ja das in deinen Worten schildern kannst.


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BeitragVerfasst: So 16. Sep 2012, 23:44 
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Beiträge: 363
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Ist schon spät, also fürs erste nur die antwort auf deiner letzter frage:

Aus den amerikanischen:

InCel - Involuntuary Celibate --- Deutsch - Unfreiwillig Zölibatär

VolCel - Voluntuary Celibate --- Deutsch - Freiwillig Zölibatär


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BeitragVerfasst: Mo 17. Sep 2012, 15:03 
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Beiträge: 363
Wohnort: Wo es Arbeit gibt.
@ Tipsler - 2

Mein großter problem mit diese PUA methoden ist das sie alles auf selbstbewusstsein setzen.
Worauf soll sich diesem selbstbewustsein basieren?

Auf - du hast es selbst auch schon erwähnt - gleichgultigheit.

Du sprichst frauen an - wohl möglich viele - die du noch überhaupt nicht kennst, und damit auch ziemlich austauschbar. Also keine nerven und scheinbar selbstbewußt - aber in wirklichkeit sind dir diese frauen halt nur volkommen scheißegal. Was die frauen in diesen fall, wann überhaupt, als selbstbewußtsein wahrnemen, ist in wirklichkeit nur gleichgultigkeit, obwohl viele drauf rein fallen. Ein korb - kein problem, davon zerbrecht in so ein fall das herz nicht; nächster! Teil zwei der PUA filosofie ist, das man wohl möglichst schnell mit ein eroberung ins bett belandet, und die ganze eroberungstechnik nur auf hormonale ebene stattfindet. Am liebsten verliebt man sich dann so spät wie möglich in so einen frau - wann überhaupt.
Selbstvertrauen auch aufbauen auf der praxis, also viele one night stands, und wer weiß ist da noch mal die Mrs Right. Nach 60 oder 70 oberflächlich ausgewählte bettpartnern.

Ich könnte auf dieser art und weise nicht mit jemanden schlafen.
Ich bin dich da ganz der meinung.

Ich habe aber noch mal eine weitere charactereigenschaft, die mir meine suche verschwert.
Ich bin, so wie mein nick schon verrät, ein nonkonformisten, ein aussenseiter. Jemanden der nicht viel mit den normalen in unserem gesellschaft gemeinsam hat. Nicht mal ein führerschein habe ich, so wie gesagt. Ich will nicht wie meine nachbarn leben, und kenne meine nachbarn auch kaum. Was die von mir denken ist mir volkommen egal; ich lebe nicht um ein integriertes und verblödetes teil unseren konsumgeselschafts zu sein. Ich bin ein künstler mit ein lebensart und lebensrhytmus der ziemlich jenseits der normalgesellschaft liegt. Ich hab mich mein Hobby zum Beruf gemacht, und mein beruf ist damit berufung und leidenschaft. Als freiberufler habe ich dabei freiheiten die es wo anderes kaum gibt. In viele trickstudios ist es an dir wann du deine stunden machst. Von 12:00 bis 21:00? Geht auch. Man lebt unregelmäßig, wann man arbeitet verdient man gut, aber es gibt auch mal ordentliche lücken zwisschen den jobs - man arbeitet projektbezogen für mehrere arbeitgebern. Freiheit, aber dafür muß man auch ein preis bezahlen, und diese preis ist ein unsicheres leben. Nach der arbeit gibts dann meist noch so after work treffen in kneipen, und viele kollegen sind viel junger als ich, häufig noch junggesellen. Deswegen lebe ich auch mit 49 noch meist wie ein student - ein gewisses Peter Pan syndrom ist fast ein bedingung um trickfilmer zu werden. Die lücke zwisschen mir und meine altersgenossen ist damit auch immer nur großer geworden. Ich habe viel mehr gemeinsamkeiten mit 25-järigen als mit 45-järigen. Ich verliebe mich auch in immer jungeren frauen. Manchmal ist das altersunterschied dermassen groß das ich es lieber mal sein lass - ich 47, sie 27.
Aber meist ist es leider so das je alter die frau ist, um zu weniger kompatibel sie für mich wird. Sie gewöhnt sich ein lebensstil an der mit mein lebensstil nicht langer kompatibel ist - und je älter man wird, um zu weniger anpassungsbereit und flexibel, da hat man schon zu viel in sein leben investiert um das alles ohne weiteres wieder weg zu schmeissen.

Zufällige gesprächen mit frauen die man ungezielt so mal trefft, sind häufig schnell vorbei. Trickflilmer - ooh das ist ja interessant, wie ist das alles so, toller beruf - aber nö, wie kannst du so leben, würde ich nie können, al diese unsicherheit, au weia..
Und tschüß, weg ist sie wieder.
Meist konfrontiere ich für mich möglich interessante frauen wanns überhaupt zum kontakt kommt schnell mit das thema, damit ich da nicht zu viel zeit und emotionen drin stecke und verschwende.

Ein geregeltes leben konform der normalgesellschaft wäre für mich undenkbar - und damit wird auch der kreis von für mich interessante frauen sehr eingeengt. Die meisten frauen wünschen sich in der potentiele partner stabilität, deswegen das sie unbedingt eine familie gründen wollen. Ein mann sol da für existenzsicherheit sorgen. Ist bei mir nicht immer so vor handen. Die meisten meiner kollegen die eine beziehung gefunden haben, sind mit eine arbeitskollegen zusammen; 'gemischte' ehen zwisschen künstler und sag mal Ottonormalverbraucherinnen scheitern meist.

Ich habs auch mal über kontaktbörsen in internet versucht. Bei ein kontaktsite war fünf jahre lang kein einziger treffer auf meine suchkriterien (kein alleinerziehender mutter, und nicht aktiv religiös waren dabei die wichtigsten faktoren - aber ich bin gerade auf diesen pfunkte nicht kompromisbereit), und die meiste kontaktanzeigen die ich gelesen habe, lassen sich zusammenfassen als 'Frauen die ich nicht will suchen männer der ich nicht bin.'

Die chance das ich in eine kneipe jemanden finde die zu mir past ist damit verdammt klein - ich bin halt kein familiengründer, will keine kinder mit meinen unsicheren job kombinieren, und will auch nicht auf eine mehr sicheren job umsteigen vonwegen kinder die ich mir nicht wünsche. Die meisten frauen wollen halt ein anonymes leben mit eine familie, genau so leben wie die nachbarn, und alle andere träume sollten deswegen geopfert werden - erwachsen werden, nennen die das meist. Zum zombie werden, nenne ich es.

Damit suche ich mir ein frau die so wie ich als hauptziel selbstverwirklichung hat und auf kinder verzichten kann und will. Davon gibt es nur die allerwenigsten. Und meist noch im eigenen berufsfeld.

Kneipen, discos, supermärkte sind halt für mich kein geeignetes jagdrevier.
Die chance auf treffer ist dort für mich zu gering.

Ich habe damit eine egoistiche lebensstil, die ich aber keine frau aufdrängen will - ich suche mich halt ein
frau mit eine ähnliche lebensstil. Ich habe bei einige anderen gesehen wie unmöglich es ist um als künstler verheitatet zu sein mit einen Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein Ottonormalverbraucherexistenz mit kinder. Das bringt zu großen opfer und kompromissen mit sich mit, nicht mal die leidenschaftlichste liebe ist dagegen gewachsen.

Alle frauen die sich in mich verknallt haben, waren halt solche Normalos.

Na ja, in mein berufsfeld verliebe ich mich natürlich auch nicht in jeden frau, nur deswegen das wir ähnliche lebensansichte haben - da müß man sich auch weiter zuerst mal auf der übliche art verlieben. Ohne kribbeln geht ja gar nichts.

Ich glaube das ich ein bisschen weniger scheu bin als die meisten hier, aber dafür schwieriger suchkriterien habe; der pool von frauen die für mich geeignet sind als partner ist halt verdammt klein. Und aus diese winzige pool muss sich dann auch noch jemanden sich gegenseitig in mich verlieben - bis jetzt ist es mir nicht gelungen so etwas auf der reihe zu kriegen...

Wie sehnlich ich mich auch ein lebenspartnerin wünsche - ich bin nicht dazu bereit mein ganzes leben für sie um zu stellen.

Und auf so ein art wird man auch ungeküßt mit 49, wann PUA techniken auch nicht wirklich dein stil sind....


Zuletzt geändert von Non-konformist am Mo 17. Sep 2012, 15:28, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo 17. Sep 2012, 15:20 
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Registriert: Di 11. Sep 2012, 16:37
Beiträge: 363
Wohnort: Wo es Arbeit gibt.
@ Tipsler # 3

Bezuglich worterbücher - bekannt is in Holland der verlag Wolters Noordhoff.

Die Niederländische sprache ist irgendwo wie das land in der mitte.

Vokabulär ist Niederländisch sehr verwant an der Deutsche sprache, aber von der
grammatik sind Niederländisch und Englisch mehr verwandt - in Holland gibts halt keine
fälle (nominativ, genitiv, dativ, akkusativ) Wir verwenden stattdessen präpositionen.

Das Haus des Mannes.

Het huis van de man. (= Das Haus von der Mann)

Deswegen mache ich gerade in diesen bereich noch so viele fehler.
In die Niederländische sprache wird auch großbuchstabiert wie im Englisch.
Also satz-anfang, eigennahmen, kalendermonate, usw, aber mehr auch nicht.
Ist in Deutsch auch volkommen anders.
Und die meisten firmen wo ich in Deutschand gearbeitet habe waren dermassen
international das die offizielle sprache da halt Englisch war.

(Zum dritten bin ich auch der Gott der typos; da geht beim tippen ganz viel schief...
Aber egal, so lange ihr mich versteht.... ;) )


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BeitragVerfasst: Mi 26. Sep 2012, 00:13 
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Meister der Worte

Registriert: Mi 30. Mai 2012, 04:26
Beiträge: 806
Hallo Non-komformist,

danke für die Begriffsübersetzung. Kannte die Begriffe noch nicht, weil ich mich damit einfach gar nicht beschäftige. Sonst wären die Begriffe mir sicher längst mal begegnet.

Die PUA-Methoden bauen auf einer selbstsuggerierten Eigenmotivation auf, die Selbstbewußtsein bringen soll. So im Stil "ich bin selbstbewußt, also schaff ich es!"
Am Anfang entspricht dies keineswegs den Tatsachen, weil da einer vielleicht ganz zittrig dasteht und sich kaum vor die eigene Haustüre traut. Kann sich dieses zitternde Bündel Mensch aber selbst davon überzeugen, daß alles klappen kann, kann es durchaus passieren, daß das mit dem selbstbewußter werden doch irgendwie hinhaut.

Von außen müssen da natürlich positive Verstärkungen kommen, sonst ist diese Eigenvorspiegelung in dem Moment noch falscher Tatsachen schnell wieder vorbei.
Nehmen wir an einer sagt sich "ich kann fliegen", dann entspricht das in dem Moment noch keineswegs den Tatsachen. Springt er dann a la Superman aus dem Fenster kann er mit Glück sagen, wenn das nicht böse endet. Beispielsweise dann, wenn er aus dem Erdgeschoß springt. Schon aus dem ersten Stock kann das gefährlich werden.
Schätzt jemand die Lage richtig ein und ist sich bewußt keine Flügel zu haben, kommt er vielleicht auf die Idee mit einem Segelflugzeug oder Ultraleicht das Fliegen zu lernen und später dann tatsächlich wie erträumt abzuheben.
Sich etwas einzureden reicht nicht, es muß auch das richtige Verhalten dazu kommen um das gewünschte Ziel erreichen zu können.

Hm ... ich sollte wohl doch besser erstmal den kompletten Text lesen, bevor ich antworte, sonst reden wir noch aneinander vorbei. :-)

So fertig. Aus deutscher Sicht gibts mit dutch ja noch folgendes Problem: wie nenne ich das Ganze? Holländisch, oder niederländisch? Geht beides kreuz und quer und wird mal so mal so genannt. Ich selbst war einmal in deinem Heimatland, aber nur ganz kurz und relativ südlich.
Konkreter in Maastricht. Ist aber schon ne halbe Ewigkeit her. Lesen ging noch so bisschen, weil man sich manches in etwa denken kann. Vergleichbar vielleicht mit einem Dialekt in dem einem ab und zu mal was vertraut vorkommt, den man aber ansonsten kaum versteht.
Geht einem ja schon mit deutschen Regionalsprachen so. Würden nicht alle hochdeutsch sprechen und schreiben, gäbe es viele Mißverständnisse. Und seit der Rechtschreibreform gehts ja eh wild durcheinander.
Schwyzerdütsch hat die Entwicklung die deine Muttersprache schon vollzogen hat noch vor sich. Zu einer eigenen Sprache zu werden, der man zwar die Verwandtschaft noch anmerkt, die aber doch so unterschiedlich ist, daß es eine eigene Sprache ist und nicht nur als ein Dialekt wahrgenommen wird.
Eh ein Thema das mich fasziniert, denn eigentlich bräuchte Europa zur gemeinsamen Identitätsstiftung auch eine gemeinsame Sprache. Nur wie soll die aussehen und klingen?
Genau genommen sollte es so sein, daß aus allen europäischen Sprachen Elemente genommen und neu zusammengemixt werden. Aber das wird noch einige Generationen dauern, bis das wirklich vertraute Alltäglichkeit wird und nicht fremd ist.

Aber zurück zum Thema:
Selbstbewußtsein durch Gleichgültigkeit.
Wenn man emotional nicht dabei ist, kommt auch keine Panik auf, daß was schief gehen könnte, weil da dann tatsächlich völlig austauschbar schon irgendwo die nächste Frau dasteht.
Da sind wir uns übrigens einig, daß das so emotional nicht laufen kann. Es gibt Menschen, die das hinbekommen, aber ich gehöre da auch nicht dazu.
Für mich gehört zur Liebe auch Liebesgefühle, nur ist es mir eben schon sehr oft passiert, daß diese Gefühle nicht erwidert wurden und ich mit meiner Liebe und dem daraus resultierenden Liebeskummer alleine dastand.
Deshalb ist es wichtig, trotz der fast überschäumenden Gefühle bisschen Lockerheit zu bewahren um mitzubekommen, ob die Frau auch gefühlsmäßig dabei ist.
Oft ist es ja so, daß Verliebtheit nur einseitig ist und meist von der falschen Person, weil die, von der man hofft daß sie Gefühle entwickelt, davon gar nichts mitbekommt. Ddorf hat das ja auch schon angesprochen. Und du sprichst den anderen wichtigen Punkt an, Gleichgültigkeit.

Dieses "möglichst schnell ins Bett" bei den PUAs kommt meiner Meinung nach aus zwei Gründen: 1. um sich vor den anderen PUAs brüsten zu können, was für ein toller Typ man ist und wie weit man es gebracht hat und 2. aus der Angst heraus, daß man "nur Freunde" werden könnte, während ein anderer dann die Eroberung macht.
Das Bett ist sozusagen der Nachweis, daß es wirklich was bedeutet und nicht einfach nur eine Hinhaltetaktik ist. Wobei wir ja inzwischen wissen, daß das Bett allein auch keine Beziehung macht. Das ist denen die eh nur Sex haben wollen aber gerade recht und somit ziemlich egal, weil sie dann ja erreicht haben was sie wollen. Problemlosen Sex ohne Gewissensbisse.

Eben weil ich mir da nicht sicher sein könnte, lege ich es auf solche Bettakrobatik nicht an.
Denn ich suche Mrs. Right und hoffe einfach darauf, daß ich sie auch erkenne und sie mich auch erkennt, so daß wir einander finden.

Wer gerne mit ONS seine Zeit verbringen will, kann das gerne tun. Ob für mich das in Frage kommt? Kann ich nur dann beantworten, wenn mir eine Frau begegnet, mit der ich sowas haben wollen würde, aber das kommt selten vor.
Früher war ich zu beziehungsfixiert, inzwischen sehe ich das lockerer.

Für dich wäre vielleicht eine Künstlerin passend, die einen vergleichbaren Lebenswandel hat wie du. Das könnte die Sache vereinfachen, wenn ihr beide respektiert, daß ihr eben Zeiten habt in denen ihr voll egoistisch auf die eigene Arbeit konzentriert seit und andererseits auch Zeiten habt in denen ihr sehr großes Bedürfnis nach Halt und Geborgenheit habt.
Damit klar zu kommen, dürfte die Sache kompliziert machen.
Der regelmäßige 8 bis 17 Uhr Job mit Samstag/Sonntag frei gibt einem eine Regelmäßigkeit, die Distanz und Nähe planbar bringen kann. Bei Künstlern ist das fast unmöglich und klappt nur, wenn die Partner sehr viel Verständnis füreinander haben.
Oft ist es dann auch so, daß nur der Mann arbeiten geht, während die Frau das Privatleben managt. Aber das geht nur, wenn sich da beide voll darauf einlassen können und beide das wollen.

Ich verstehe deine Kritik an der Konsumgesellschaft, denn da passt mir auch nicht alles. Aber was nicht vergessen werden darf, die Arbeit von der wir leben wird eben von dieser "verblödeten" Konsumgesellschaft genommen.
Dein Publikum das dir indirekt zujubelt sind genau die Menschen, von denen du dich hier auch ein wenig abzugrenzen versuchst. Wollte ich dir nur mal in Erinnerung rufen, denn im Grunde kannst du frei entscheiden wie du lebst und wie du über die anderen Menschen denkst.
Ohne Konsum kein Produkt und ohne Produkt keine Arbeit. Sollte man also entweder akzeptieren, oder brauchbare Alternativen überlegen und verwirklichen.

Bezogen auf eine Freundin solltest du dir also nach einer schauen, die so ein ziemlich unstetes Leben toleriert und akzeptieren kann. Denn wie du schreibst, viele legen sehr großen Wert auf Sicherheit.

Du sprichst es an, bisschen Peter Pan muß sein, um in deinem Job erfolgreich sein zu können. Dieses bierernste Erwachsenenleben, in dem sich alles nur noch um die Sicherung des kommenden Gehalts und damit die Absicherung des eigenen Lebensstandards geht, erschöpft die Kreativität sehr rasch.

Was du vielleicht lernen solltest, bisschen kompromissbereiter zu sein, also auch bisschen auf die Frau zuzugehen und nicht nur zu erwarten, daß sie sich dir vollkommen anpasst.

Sinnvoll wäre es, bisschen Geld auf die hohe Kante zu legen, damit man in Krisenzeiten Geld hat und nicht panisch werden muß, weil man keine Ahnung hat, wie man über die Runden kommen soll. Das ist auch ein Stück Sicherheit, durch das es für eine Frau einfacher wird, sich mit dir zusammen zu tun.

Stabilität heißt doch meist, viel Geld auf dem Konto, damit alle Wünsche finanzierbar sind und man keine Not leidet. Alles andere drum herum kann recht flexibel gehandhabt werden.

Deine Zusammenfassung könnte man schon fast wieder als Profiltext in einem Kontaktforum veröffentlichen. Was mich wundert, weshalb du nicht einen Werbetrickfilm erstellst, in dem du nach der für dich perfekten Partnerin suchst. Das Ganze bei youtube veröffentlicht, könnte durchaus Erfolg bringen. Ich erlaube mir hier mal eine Flapsigkeit: sei doch nicht so durchschnittlich normal wie alle anderen auch, sondern sei künstlerisch kreativ. :-p
Hoffe du bist mir nicht böse, aber genau das kam mir gerade in den Sinn. Du schreibst, wie sehr du dich von den anderen abzuheben versuchst, wie sehr du außerhalb der Leute stehst und von der Beziehungssuche her machst du es genau gleich wie alle anderen auch.

Wäre vergleichbar damit, daß einer anfängt mit einem Button rumzulaufen auf dem steht: "Ich bin anders". Und irgendwann läuft dann jeder damit herum, bis irgendwann einer auf die Idee kommt daraus ein "Ich bin anders, ich auch" oder "Ich bin anders, ich nicht" zu machen, um sich aus der Masse abzuheben und wirklich individuell wahrgenommen zu werden.

Denk daran, du als Künstler gehörst zu den Menschen, die den anderen neue Ideen und neue Möglichkeiten schenken, als jemand der einen Trend setzt und nicht einem Trend hinterher läuft wie hunderttausend andere auch.

Was den Wunsch nach keinen Kindern betrifft, es gibt genug Frauen, denen das auch nicht wichtig ist. Die Chance eine Frau zu finden die ebenfalls keinen Wunsch danach hat Kinder zu bekommen ist also durchaus vorhanden.

Was vielleicht auch noch erwähnt werden sollte. Du schreibst, daß das Hauptziel Selbstverwirklichung ist. Manchmal ist es aber so, daß nur ein Partner sich richtig selbstverwirklichen kann und der andere Teil der Partnerschaft da unterstützend mitziehen muß. Bedeutet aber auch, wenn du eine Frau findest, die nur ihre Selbstverwirklichung im Kopf hat, kracht die Sache bald auseinander, weil ihr nicht bereit seit füreinander Kompromisse einzugehen und einen Teil eurer Selbstverwirklichung für die gemeinsame Partnerschaft herzugeben.

Das komplette Leben umstellen geht eh nicht, weil du dich damit nur selbst unglücklich machst, aber vielleicht findest du ja was, wo du auch Kompromisse eingehen würdest.
Beispielsweise das mit "alleinerziehende Frauen kommen für mich nicht in Frage", würde ich schnellstens streichen, weil Kinder werden erwachsen, ziehen aus und leben oft ihr eigenes Leben. Eine Frau mit Kind wird immer Mutter sein, aber wenn das Kind aus dem Haus ist, ist sie alleine und kann sich ihr Leben neu einrichten und sich durchaus auf ein unkonventionelles Leben wie deines einlassen. Denn dein Wunsch keine eigenen Kinder zu haben, kann ihr egal sein, denn sie hat ja ihr eigenes Kind und ist frei sich dafür zu entscheiden kinderlos mit dir zusammen zu leben.
Und wer weiß, vielleicht fördert der Kontakt mit Enkeln ja deine Kreativität.
Ist nur so ein Gedanke, denn ich denke in deinem Alter kann man sich mit dem Thema auch mal befassen.

Wenn du dir darüber klar wirst was du konkret möchtest, fällt es dir auch einfacher danach zu suchen.

Viel Erfolg
Tipsler


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BeitragVerfasst: Mi 26. Sep 2012, 07:24 
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@ Tipsler


Gut, lange post.


Mal pfunkt für pfunkt.

PUAs.

Menschen, und damit Frauen, sind keine konsummittel.
Mann spielt nicht mit Frauen und deren gefühlen rum um mehr selbstwert
auf zu bauen. Klar, mann soll lernen sich zu trauen, aber dabei überschreiden
die PUAs mir zuviele moralische grenzen.

Wer ohne flügel aus dem fenster springt, schadet dabei nur sich selbst.

Ich habe PUA opfer bitter weinend stundenlang am telefon trosten müssen.
Zum hölle mit diese selbstsicherheit, nicht wann das der preis ist.


Holland - Niederlande

In die Niederlände gibt es keine Bundesländern wie in Deutschland, aber
Provinzen. Die beide großte provinzen an der Nordseeküste heissen
Nord-Holland und Süd-Holland. Da gibt es die große häfen, und da boomt
der wirtschaft. Von Amsterdam, Nord Holland aus würde damals Ost Indien
kolonisiert, da gab es der Diamant-handel, da gab es das geld.
Rotterdam, Süd-Holland gehört immer noch zu den weltweit großten häfen.

Also, in Holland gab es das geld, und die macht.

Und die hatten der arroganz, sich als zentrum von das ganze geshehen
zu sehen. Alles andere in die Niederlände, das war ja eh wirtschaftlich
uninteressant, darüber brauchte man kaum reden. Nur Holland war
interessant.

Der brauch die Niederlände einfach Holland zu nennen, stammt aus Nord-
und Süd-Holland. Die einwohner der übrigen 11 provinzen mögen das nicht
besonders gern, und stören sich dran wann man die Niederlände Holland
nennt.

Ich komme überigens aus Süd-Holland.

Maastricht, Limburg, das ist in diese sinne also nicht Holland.
Aber sehr gemütlich.
Und da spricht man mit ein fettes Limburger-dialekt das ich auch
nicht komplett verstehe.


An künstlich konstruierte sprachen glaube ich nicht so.
Die haben das damals mit esperanto schon mal probiert, war auch kein
riesenerfolg.

Mein geschmack nach ist Englisch eine relativ einfach an zu lernen sprache
der ja eh fast überall im welt kapiert wird - von mir aus bleiben wir dabei.

Rein objektiv gefallen Englisch und Franzözisch mir eh viel besser als Deutsch
oder Holländisch.


Verliebtheit.

Beide personen sollten verliebt in einander sein.
Das macht das ganze auch so kompliziert.
Sich gleichzeitig in einander verlieben, wie häufig passiert das schon?


ONS

Ich bin beziehungsfixiert. Suche liebe.
Keinen leeren sex.
Also, keine ONS für mich.
Aber soll jeder für sich entscheiden.
Ich habe keine moralischen probleme damit


Künstler und beziehungen.

Ich stimme da ganz zu.
Die meisten künstler haben beziehungen mit anderen künstler.
Es ist eine andere beziehungsart.
Das zuhause ist der basis wo von aus man sich verwirklicht.
Die beiden partner unterstützen sich dabei gegenseitig.
Und kinder sind dabei nicht selbstverständlich, eher ein luxus wann
aus der kunst eine sichere existenz kommt.

Und um was die verflixte nachbarn davon halten, kümmern die
künstler sich nicht.


Ottonormalverbraucher.


Mein großter problem mit was ich dan mal als Ottonormalverbraucher zusammen
fasse ist nicht mal deren lebensstil - jeder soll machen was er will - aber deren
lebenshaltung den anderen gegenüber - allen sollten wie Ottonormalverbraucher
leben. Ich kenne die meisten Ottonormalverbraucher als sehr konformistisch und
unvertragsam anderen lebensstile gegenüber, und gehe sie deswegen lieber aus
dem weg. Ich bin mir zu schade mich jedes mal für mein lebensstil rechtfertigen
zu müssen.


Geld sparen.

Mache ich. Die helfte des verdienten geldes wird gespart.
Und dann gibt es plötzlich doch zwisschen zwei jobs mal eine lücke von ein
halbes jahr, und dann ist das gesparte geld wieder weg.
Künstler ist man aus liebe und leidenschaft, und wer da ein zu großes sicherheits-
bedarf hat, sucht sich schon schnell einen anderen job.

Ein regelmäßer job von 8 bis 17 der ich hasse wird mich der sicherheit eines
unerfülltes leben geben - sogar wann ich nebenbei meinen traumfrau haben
würde. Kommt für mich also nicht im frage.
In die meisten beziehungen zwisschen zwei künstler die ich kenne arbeiten
beide, und ist das zuhäuschen vielleicht nicht immer supersauber geputzt.
Die prioritäten liegen halt anders.


Konsumgesellschaft


Unserem konsumgesellschaft ist ziemlich dabei innerhalb von den nächsten
beiden jahrhunderte aus gewinnbejag alles leben auf erde aus zu rotten, so viel
halte ich mittlereweile noch von unserem konsumgesellschaft.
Innerhalb von dreißig jahren gibt es keinen gletcher mehr, und kriegen wir
probleme mit trinkwasser; nach vorhersage wird in vier jahre der Nordpol
im sommer eisfrei sein, und die bienen sind knapp dabei aus zu sterben,
was auch das ende unserem obst bedeuten wird - die bienen sind ein teil
deren vortpflanzungskreislauf. Ein viertel aller tierarte in Deutschland ist
mit aussterben bedroht.

Alles des wegen das wir iPod 5 und andere blödsinn für überwichtig halten,
und glauben das es mit 7 miljarden mitbewohner noch nicht ausreichend
viele menschen auf der erde gibt. Des wegen das noch mehr wälder vernichtet
werden müssen damit wir uns ernähren können.

Also, das halte ich mittlereweile von der konsumgesellschaft.
Der mensch ist das meist zerstörerische lebewesen auf der erde.



Ich brauche nicht zugejubelt werden.
Ich mag kultur.
Ich mag die menschliche schöpferische energie.
Darum mache ich mein beruf.
Ziemlich anonym.

Chuck Jones, ein meiner helden.
Erfinder von Bugs Bunny und vielen anderen trickfigure.
In einen interview ist ihm mal gefragt worden, für wem er seine filme macht - für kinder,
oder doch eher auch für erwachsenen.

Er hat geantwortet das er seine filme für SICH macht, und dabei das glück hatte das
es auch ein publikum dafür gibt, damit er davon leben kann.

Das ist es, was ein künstler ausmacht.
Das ist der einstellung, womit mann authentische kunst macht.

Leider ist das in unseren jetzigen konsumgesellschaft fast unmöglich geworden so
zu arbeiten, und ist das meiste das der filmkultur jetzt noch vorbringt überwiegend
kommerziellen schrott....


Freundinnen und sicherheit

Ich suche mich also kein freundin fur wem sicherheit ein toppriorität ist.
Und so wie gesagt, das mit geld sparen, das funktioniert auch nicht immer.
Ein Holländisch-Dänischer animator den ich kenne, hat sogar mal mit ein seiner
kurzflime ein Oskar gewonnen.
Aber immer noch gab es manchmal nur trockenes brot daheim, und waren die
ersparnisse alle.

Wer ein leichtes und gemütliches leben will, der wird halt kein künstler.

Er ist verheiratet mit eine bildhauerin, und das passt zusammen.
Beiden sind dazu bereit aus leidenschaft für den kunst auf sicherheit zu verzichten.
Und so etwas suche ich mir auch für mich.


Eigene werbefilm

Ein trickfilm wird minimum gerahmt auf minimum 600 euro die sekunde an produktions-
kosten fur billig TV kwalität..
Eine minute gute animation, da arbeitet man alleine ein gutes jahr dran.
Schau dich zum spaß mal die endcredits einer animationsfilm an, wie unglaublich
vielen leuten mit dabei sind.
In kein spielfilm wo ich je dran mitgearbeitet habe, ist mehr als eine minute meiner
animation drin.
Werbespotts, wo ich mit dabei war, da gab es meist mehreren animatoren,
zwisschenfasenzeichner, koloristen, kompositoren, tontechniker, usw, und
haben wir ein monat oder länger dran gebastelt.

Sympatisches idee, aber schwer verwirklichbar.



Beide selbstverwirklicher.

Nochmals, beide partner leben deren separaten leben, nur tun die das jetzt
von eine gemeinsame basis. Es ist nicht der übliche beziehungsart.
Und ich weiss es, die meisten menschen (m/v) würden so nicht leben
können.


Großvater werden.

Ich weiß es nicht.
Ich verliebe mich meist nur in der arbeit, wo es kompatibele künstlerinnen gibt,
und meine branche wird immer junger. Ich bin immer umkreist von leuten die
so um die dreißig sind, und lebe selbst auch noch immer so.
Ich kann mir richtig nicht vorstellen in so eine konventionelle familienstruktur
rein zu passen.

Mein bruder lebt so, der ist mit eine ältere frau verheiratet der kinder hat die
beide schon verheiratet sind - und da dreht sich jetzt sehr viel um die enkel-
kinder.
Ich bin da manchmal auf besuch, höre mich das ganze getob und rumgeschrei an,
gehe völlig erschöpft wieder weg, und alles was ich mir dabei denken kann ist -
'Nie im leben:'

Die freundin meines bruders mag ich gern, aber mit der weitere familie kann ich
nichts anfangen, wir haben kaum etwas gemeinsam und kaum etwas zum reden.
Erneut die kluft zwisschen mir und der normalgesellschaft. Ich fühle mich dort
verdammt unwohl un bin eigenlich froh wieder weg zu sein.

So möchte ich also auch nicht verheiratet sein, dann gibt es keinen davon mehr.

Na ja, ich tick halt anders, und rechne mittlereweile auch damit es
zum Ungekusst mit 80 zu schaffen....


Anders sein.

Ich bin kein nonkonformist aus den bedürfnis anders zu sein.
Ich bin ein nonkonformist, damit ich mich sein kann.
Die normalgesellschaft ist dabei kein referenz, entweder positiv oder negativ.
In manche sachen bin ich konventionel und fast bürgerlich, in manche progressiv
und anders.

Entscheidend dabei ist nur die eigene wahl.
Selbst bestimmen wer man ist, und authentisch sein.

Mit anders als den andere sein zu wollen hat das alles nichts zu tun....
(Leider ist es nur so, das der normalgesellschaft von nonkonformisten nicht
viel hält, und lieber menschen hat die man in eine schublade stecken kann -
aber da kann ich nichts dafür..)



Was ich konkret suche.

Das weiss ich.
Es ist nur kaum zu finden.
Und wann ichs gefunden habe, wollten die mich nicht.

Na ja, so ist halt das leben


Aber erneut - das bin halt ich mit meine macken.
Jeder soll so leben wie er will. Ich würde mein lebensstil auch keinen anderen empfehlen.


.


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BeitragVerfasst: Mi 26. Sep 2012, 08:28 
Ich klinke mich hier auch mal kurz ein.

Tipsler, deine Beiträge lese ich wirklich sehr gerne, mach doch bitte auf jeden Fall weiter so :D

LG und einen schönen Tag :winke:


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BeitragVerfasst: Mi 26. Sep 2012, 10:29 
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Erfahrener Schreiber

Registriert: Di 11. Sep 2012, 16:37
Beiträge: 363
Wohnort: Wo es Arbeit gibt.
@ Tipsler #2

Kompromisbereitheit.

Darüber habe ich mich noch nicht geäussert.

Bin ich mehr als du denkst.

Meine letzte richtige großere verliebtheit war in eine Frau, deren lebenstraum war kinder
zu bekommen. Wann sie mit mir eine beziehung gewollt hätte, dann hätte es die kinder
auch gegeben, zum not über adoption. So egoistisch bin ich jetzt auch wieder nicht.


Ich will nur nicht mein ganzes leben radikal umändern von wegen eine Frau.
Ich wird in so ein leben nicht glücklich sein, und damit wird die beziehung auch nicht
funktionieren.

Ich brauch nicht weit gucken.

Sehen was für ein art leben mein bruder führt.

--Scheißjob und schwuchten vonwegen der miete.
--Alles im zeichen der familie.
--Null selbstverwirklichung. (Er hat danach auch kein bedurfnis)

Und wissen das ich in so ein lebensstil zum tiefsten unglücklich sein würde.

Manche kompromisse sind einfach zu gross....


(Übrigens; frauen ohne kinderwünsch; ich kenne da kaum beispiele ausserhalb der künstlerwelt. Und sogar da sind viele von meine frühere kolleginnen dieses jahr mutter geworden. Die meisten mit einen brav arbeitender ehemann mit ein Ottonormalverbraucher-job vonwegen der existenz-sicherheit...)


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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2012, 15:23 
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Meister der Worte

Registriert: Mi 30. Mai 2012, 04:26
Beiträge: 806
Apokalyptusbonbon hat geschrieben:
Ich klinke mich hier auch mal kurz ein.

Tipsler, deine Beiträge lese ich wirklich sehr gerne, mach doch bitte auf jeden Fall weiter so :D

LG und einen schönen Tag :winke:


Danke :D

wenn alles klappt, werde ich wieder öfter hier sein.
Euren Thread "Kampfsport" lese ich auch sehr gerne. Der hat mir kürzlich mal ganz gut geholfen.

Ebenfalls liebe Grüße
Tipsler :winke:


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BeitragVerfasst: Di 13. Nov 2012, 07:37 
Offline
Meister der Worte

Registriert: Mi 30. Mai 2012, 04:26
Beiträge: 806
Hallo Non-Konformist,

hatte leider noch nicht die Zeit zu antworten, aber hiermit hole ich das nach. Mit Hilfe von Apokalyptusbonbon bist du ja in einigen Punkten schon gut weiter gekommen. Freut mich.

PUAs

Gebe dir da vollkommen recht.
Nur mal ein Beispiel: Zur Steigerung des PUA-Selbstbewußtseins gibts im Don Juan Boot Camp (DJBC)-Programm den Programmpunkt "handle dir 10 Körbe ein".
Die noch ziemlich unsicheren Jungs gehen also los, trauen sich eine Frau anzusprechen und machen solange weiter bis sie sich einen Korb holen. Ziel der Aktion, der PUA soll damit klar kommen lernen abgelehnt zu werden. Was mich an der Sache stört ist, daß an die Frau dabei gar nicht gedacht wird. Sie dient nur zur Steigerung des eigenen Selbstwertgefühls ohne an ihre Gefühle zu denken.
Aber nicht nur das stört mich, sondern auch, daß durch solche Aktionen mögliche Beziehungen schon von vornherein zerstört werden, denen PUAs dann womöglich später an anderer Stelle ihres Programms wieder hinterher laufen.

Wenn wir schon von solchen Typen reden, mich hat es überrascht, daß der Kneipenkerl sich als PUA entpuppt hat. Hätte ich nie gedacht. War ziemlich enttäuscht von ihm.



Holland - Niederlande


Danke für deine Erläuterung. Dann war ich bisher nur einmal in den Niederlanden, aber noch nicht in Holland. :D
Möchte ich aber irgendwann nachholen, weil die beiden von dir erwähnten Städte Rotterdam und Amsterdam würde ich mir gern mal ansehen.
Wenn ich das richtig mitbekommen habe, wohnen sogar ganz entfernte Verwandte von mir in Hilversum. Jedoch kenne ich die leider nicht und habe auch keine Chance Kontakt aufzunehmen. Kam nur mal im Zusammenhang mit einem alten Radio ins Gespräch, weil die Mittelwelle von Hilversum auf den alten Skalen der Röhrenradios mit aufgedruckt ist.
Hab grad mal geschaut, der wohl bekannteste in Deutschland eingemeindete Holländer dürfte Rudi Carrell gewesen sein. Kannte ich von Kindhet an und durch ihn wurde ehrlich gesagt auch bisschen mein Hollandbild geprägt.
Am laufenden Band, Rudis Tagesshow, Herzblatt usw.
Schaute ich mir ganz gern an.
Beruhigend zu wissen, daß es nicht nur hier in Deutschland bei den Dialekten regionale Unterschiede gibt, die es teils erschweren sich zu verstehen.
Ich saß damals in einem Cafe und hörte ganz fasziniert zu, wenn sich die Leute unterhielten.
Lesend kann man ganz grob den Sinn eines Textes mitbekommen, aber bequemer ist es für mich natürlich auf deutsch oder allenfalls noch englisch.
Wobei ja holländisch noch näher an deutsch ist, als dänisch oder schwedisch.

Esperanto wurde ja auch richtig künstlich erfunden. Da haben sich Leute hingesetzt und sich Worte ausgedacht, die zuvor niemand so gesprochen hat.
Was mir für europäisch vorschwebt ist eher, daß ein gemeinsames Wörterbuch erstellt wird und sich mit der Zeit eine Gewichtung ergibt, welches Wort sich gegen andere für einen Begriff durchsetzt. So entstand ja das moderne deutsch und niederländisch ebenfalls.
Das ist somit auch nicht die Sache von Jahrzehnten, sondern wohl eher von Jahrhunderten.
Also etwas, das wir mit Sicherheit nicht mehr miterleben werden.

Es ist schon sehr interessant, wie Europa langsam zusammen wächst, wobei mir da auch nicht alle Entwicklungen gefallen. Aber es ist schon bemerkenswert, daß es möglich wird, einfach innerhalb Europas umzuziehen und dort leben zu können, wo man gerne hin möchte.
Früher wäre das nicht so einfach gewesen und für viele noch viel undenkbarer als heute.
Gibt ja noch genug Menschen, die nur in ihrer kleinen regionalen Welt verharren.

Französisch kann ich leider nicht, aber der Klang dieser Sprache hat eine angenehme Sprachmelodie. Auch Englisch ist viel weicher. Unsere Sprache ist härter.



Verliebtheit.


Für meinen Geschmack kommt gemeinsame Verliebtheit zu selten vor, da hast du recht. Umso wichtiger wird es, sich dann zu überlegen, wie es gelingt auf sich aufmerksam zu machen und von Fremdheit zur gemeinsamen Vertrautheit wechseln zu können.
In der Hinsicht finde ich das Gespräch mit dir und Apokalyptusbonbon im Thread "Kampfsport" sehr lesenswert, denn da geht es stellenweise ja genau um diese Frage.



ONS


Deine Meinung kann ich gut nachvollziehen. Der Idealfall ist eine Beziehung, doch wenn es sich ergeben würde, könnte ich mir vielleicht inzwischen auch einen ONS vorstellen.
Wobei ich da sehr schnell in Richtung Freundschaft abbiege, weil mir eben die Frau als Person wichtig ist und nicht als Sexspielzeug. Konkret vor die Wahl gestellt Freundschaft oder Sex, würde ich mich eher für Freundschaft entscheiden.
Ich denke, zu dem Thema werden wir sicher noch einiges interessante von Apokalyptusbonbon lesen können, weil sie von uns drei damit am meisten Erfahrung hat.



Künstler und beziehungen vs. Ottonormalverbraucher.


Mir ist noch nicht klar geworden, worin sich deiner Meinung nach die Beziehungen unterscheiden. Wenn du das zuhause als Basis siehst und die gemeinsame Unterstützung, kannst du eine bürgerliche kaum von einer künstlerischen Existenz unterscheiden.
Ob der Arbeitsplatz nun Werkstatt, Büro oder Atelier genannt wird, mahct da keinen großen Unterschied.

Einer Unterscheidbarkeit nähern wir uns eher über die Lebenshaltung. Da gebe ich dir recht.
Wie die Unterscheidbarkeit konkreter aussieht kann ich aber nicht sagen, weil ich eher weniger Kontakte habe und daher jetzt nicht pauschal ein Urteil fällen will.
Woher deine Aversion gegenüber bürgerlichen Lebensverhältnissen kommt, hast du ja im anderen Thread geschrieben, denn da sehe ich dich ziemlich von deinem Elternhaus geprägt.

Rechtfertigen brauchst du dich nicht, aber wenn ich ehrlich bin, was ich bisher so mitbekommen habe, gibt noch nichts her für die Unterscheidbarkeit der Lebensstile oder der Lebenshaltung.
Morgens aufstehen, Fahrt zur Arbeit, viele Stunden am Arbeitsplatz, zwischendrin Mittagspause, Feierabend teils noch bisschen unterwegs, ansonsten zuhause, rechtzeitig schlafen gehen um am nächsten Tag wieder fit zur Arbeit zu können.

Wenn du magst, kannst du das gerne noch bisschen ausführlicher beschreiben. Aber wie gesagt, mich interessiert das zwar, aber ich möchte nicht, daß du dich deswegen womöglich so fühlst, als ob du dich rechtfertigen mußt.



Geld sparen.


Würde auch gern mal wieder sparen können, aber derzeit ist mir das leider nicht möglich.
Meine Reserven sind nahezu dahingeschmolzen und ich hab grad Panik, wie ich zurecht kommen soll.

Wie schätzt du deinen aktuellen Job ein? Hört sich nämlich nach regelmäßig, mit möglicher Sicherheit und zudem mit einer möglichen Beziehung an.
Im Grunde genau das, was dich schnellstens davon laufen läßt, weil du dich dann gebunden und nicht mehr frei fühlen kannst.



Konsumgesellschaft


Mich wundert, daß das alles noch funktioniert. Wüßte ich eine bessere Alternative, würde ich mich bemühen darauf hinzuwirken. Aber die von dir erwähnten 7 Millarden Menschen brauchen eine sinnvolle Möglichkeit ihr Leben zu leben.
Schaut man sich die Geschichte an, findet sich eigentlich nirgends eine wirklich brauchbare Alternative, außer sie wäre mir entgangen, weil ich nicht genau hingeschaut habe.

Was die Tiere und die Natur betrifft, da habe ich auch so meine Sorge, wobei ich den Eindruck habe, daß du die Zusammenhänge besser verstehst als ich es tue.

Was eindeutig fehlt ist eine soziale Zukunftsvision, die zumindest gleichberechtigt neben die zahlreichen technischen Zukunftsvisionen gesetzt werden kann. So sehr ich die technische Entwicklung schätze, das entspannte Miteinander bleibt da doch zu oft auf der Strecke.

In Science Fiction Romanen gibt es die Lösung "Auf zu den Sternen", um mit Überbevölkerung und Ziellosigkeit fertig zu werden. Ist aber noch zu utopisch.
Wer realistisch denkt kann darüber im Moment leider nur den Kopf schütteln.

Bugs Bunny ist mir ein Begriff. :D
Duffy Duck, Speedy Gonzales, Calimero, Roadrunner, Schweinchen Dick, Tweety und so weiter und so fort. Kenn ich aus Kindertagen im Fernsehen.
Wäre schön, wenn sich Zeichentrickfilme halten würden und sei es nur in Kurzfilmen, die dann eben vor abendfüllenden Animationsfilmen gezeigt werden. Fände es schade, wenn das ganz verschwinden würde.
Hm, grad kurz was in Wikipedia nachgeschaut und dabei festgestellt, daß ich oben Sylvester vergessen habe und die ganze Zeichentrickschar gedanklich dem falschen Filmstudio zugeordnet habe. Denn ich dachte da an Hanna Barbera und nicht an Warner Brothers.

Zitat:
Er hat geantwortet das er seine filme für SICH macht, und dabei das glück hatte das
es auch ein publikum dafür gibt, damit er davon leben kann.

Es ist ein Geschenk, wenn man so arbeiten kann. Etwas das man gerne macht auch im Beruf machen zu können.

Zitat:
kommerziellen schrott....

Beruflich vielleicht, aber privat kannst du das doch anders machen.
An deinem Vorbild orientiert, einfach privat so arbeiten, wie du es toll findest und mit etwas Glück damit auch zumindest ein Taschengeld verdienen.
Mir ist aber klar, daß es dazu oft an den Möglichkeiten fehlt, weil man sich selbst da am meisten blockiert. Mir würde es da oft passieren, daß ich in Gedanken ein ganzes Universum hätte, aber auf dem Papier mir einfach nur eine weiße Leere entgegen kommt, weil ich nicht mal einen Punkt so setzen könnte, daß ich damit für mich und meine Ansprücke zufrieden wäre.



Freundinnen und sicherheit


Deinem Animator-Kollegen kann man da nur gratulieren, doch ich vermute mal, daß er das nicht mit knurrendem Magen und der Sorge, wie er über die kommenden Monate kommen soll geschafft hat, sondern behaglich in kreativförderlicher Umgebung.
Mir würde es zumindest so gehen, oder konkreter. Wenn es mir gut geht, habe ich auch eine etwas kreativere Ader. Gehts mir schlecht, kommt da auch nichts.
Und um mich herum sind leider keine Leute, die mich motiveren können.
Selbstmotivation ist da auch eher Selbstblockade und das zieht sich durch viele Lebensbereiche.
Nur trocken Brot? Kommt auf die Perspektive an, aus der man zu ihm blickt, was man dazu schreiben kann.
Ein Künstler ist dann oft noch ein Überlebenskünstler, während jemand ohne kreative Möglichkeit dann böse in der Falle sitzt. Denn nicht umsonst heißt es: "Von reichen Leuten kannst du sparen lernen, von armen Leuten Mitgefühl."
Wer ein leichtes gemütliches Leben hat, hat oft die Möglichkeit Kreativität als Hobby zu nutzen, weil er dann nicht davon abhängig ist. Aber die meisten Menschen können davon nur träumen, weil sie es sich wie du sagst nicht leisten können künstlerisch tätig zu sein.

Zitat:
Und so etwas suche ich mir auch für mich.

Hab ja aktuell schon an anderer Stelle geschrieben, daß ich deine Sekretärin für dich als ziemlich ideal ansehe. Ich schätze sie so ein, daß sie aus ihrer Sicherheit heraus auf ihre Weise auch sehr kreativ ist und dich prima ergänzen könnte. Insofern wünsche ich euch beiden alle Chancen die ihr braucht um zueinander finden zu können.



Eigene werbefilm


Ich verstehe was du meinst, aber da denkst du in zu großen Dimensionen. Ich ging da nicht von einem Multimillionen-Projekt aus das ein ganzes Filmstudio für Jahre beschäftigt. Sondern mehr von etwas, das du für dich selbst in einem überschaubaren Zeitrahmen kreativ bewältigen kannst. Ohne es abzubrechen, weil du dir selbst nicht zutraust es in deinem Qualitätsniveau hinbekommen zu können.
Es gibt da einen Spruch dazu: "Weniger ist mehr!"
Du denkst da grad an dutzende von Kulissen, unterschiedliche Perspektiven, viele handelnde Figuren mit ausgeprägter Gestik und Mimik. Vergleichbar mit einem Film.
Doch genau diese großen, sehr aufwendigen Produktionen sind aus zeit- und kostengründen längst eine Domäne des dreidimensionalen computeranimierten Films.
Zeichentrick funktioniert aber da, wo Animation zu platt rüber kommen würde.
Gedanklich mehr an Theater orientiert, wo eine möglichst tolle Bildwirkung mit wesentlich einfacheren Mitteln erzielt werden muß.
Oder wenn du es noch mehr reduzierst, landen wir bei Scherenschnitt oder sogar bei Varianten von Daumenkino.
Klar, kommerziell derzeit völlig ohne Chance, aber es geht ja um etwas, das du für dich machst.

Zitat:
Sympatisches idee, aber schwer verwirklichbar.

Kommt wie gesagt auf die Dimension an, in der man denkt.



Beide selbstverwirklicher.


Du und die Sektretärin leben so ja schon Jahrzehnte. Was noch fehlt sind mehr gemeinsame Stunden und das Gefühl nicht mehr einsam zu sein.



Großvater werden.


Wenn es gelingt, eine Beziehung mit deiner Sekretärin aufzubauen, ist Großvater werden eh für lange Zeit vom Tisch. Das wäre nur dann gekommen, wenn du dich in eine Frau verliebst, die schon erwachsene Kinder hat.

Mit etwas Glück schaffst du es bis zum 50sten geküsst zu werden. :)



Anders sein.


Zitat:
Selbst bestimmen wer man ist, und authentisch sein.

Schön wenn man das wirklich so leben kann.
Kollidiert im realen Leben leider oft genug mit den berühmten Sachzwängen.

Zitat:
schublade

Darüber und wie man damit umgehen kann, haben wir hier ja auch schon geredet. :D



Was ich konkret suche.


Zitat:
Das weiss ich.
Es ist nur kaum zu finden.
Und wann ichs gefunden habe, wollten die mich nicht.

Deine Realität ist da ganz anders als du es dir vorstellst. -> Sekretärin



Kompromisbereitheit.


Ein völlig umgekrempeltes Leben, nur damit du eine Beziehung hast, würde ich auch nicht empfehlen. Weil dann wärst du mit Sicherheit nicht mehr selbstbestimmt und authentisch.
Und das würde deiner Beziehung auch nicht gut tun.

Wenn ich mich so umschaue, gibt es die unterschiedlichsten Lebensvarianten.
Und bei einigen Frauen gibts ganz konkret auch keine Kinder, einfach weil diese Frauen sich dazu entschlossen haben lieber ohne Kinder zu leben.
Denn nicht jede Frau wäre eine glückliche Mutter.
Umso schöner, wenn eine Frau mit Kinderwunsch, sich das verwirklichen kann und dann glücklich damit wird.

Wünsche dir alles Gute
Tipsler


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BeitragVerfasst: Mi 28. Nov 2012, 10:08 
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Wohnort: Wo es Arbeit gibt.
Hallo Tipsler,

Eine ausführliche reaktion, also ein ausführliches antwort.
Andere updates hast du bereits in den anderen thread lesen können.

Tipsler hat geschrieben:
Hallo Non-Konformist,

hatte leider noch nicht die Zeit zu antworten, aber hiermit hole ich das nach. Mit Hilfe von Apokalyptusbonbon bist du ja in einigen Punkten schon gut weiter gekommen. Freut mich.

PUAs

Gebe dir da vollkommen recht.
Nur mal ein Beispiel: Zur Steigerung des PUA-Selbstbewußtseins gibts im Don Juan Boot Camp (DJBC)-Programm den Programmpunkt "handle dir 10 Körbe ein".
Die noch ziemlich unsicheren Jungs gehen also los, trauen sich eine Frau anzusprechen und machen solange weiter bis sie sich einen Korb holen. Ziel der Aktion, der PUA soll damit klar kommen lernen abgelehnt zu werden. Was mich an der Sache stört ist, daß an die Frau dabei gar nicht gedacht wird. Sie dient nur zur Steigerung des eigenen Selbstwertgefühls ohne an ihre Gefühle zu denken.Tipsler



Was mir auch dran stört, ist das frauen hier als volkommen austauschbare potentiele eroberungen zur versstärkung des eigenes egos gesehen werden, nicht länger als menschen mit einzichartigen persönlichkeiten. Hauptsache weiblich und attraktiv, alles andere unwichtig. Die frau ist nicht länger ein mensch, aber nur noch eine potentielle eroberung, ein objekt.



Tipsler hat geschrieben:
Holland - Niederlande


Esperanto wurde ja auch richtig künstlich erfunden. Da haben sich Leute hingesetzt und sich Worte ausgedacht, die zuvor niemand so gesprochen hat.
Was mir für europäisch vorschwebt ist eher, daß ein gemeinsames Wörterbuch erstellt wird und sich mit der Zeit eine Gewichtung ergibt, welches Wort sich gegen andere für einen Begriff durchsetzt. So entstand ja das moderne deutsch und niederländisch ebenfalls.
Das ist somit auch nicht die Sache von Jahrzehnten, sondern wohl eher von Jahrhunderten.
Also etwas, das wir mit Sicherheit nicht mehr miterleben werden.



Sprachen entstehen meist deswegen das gruppen sich aufteilen und sich gegenüber einander
isolieren. Dann sind da noch einflusse von kontakte mit anderen nachbar-kulturen und deren sprachen. Zuerst entsehen dialekte, dann wachsen sprachen noch weiter aus einander. Auf Island, ein insel der über jartausende von anderen kulture isoliert war, hat sich die sprache uber mehr als tausend jahre kaum geändert, Jetzt passiert das gegenteil; radio, TV und internet machen aus der Erde ein grosses dorf; die multi-kulturelle gesellschaft. Aber manche wehren sich dagegen und wollen die rückkehr des Nationalismus, ein kulturelles isolement um die eigene kultur - und sprache - pur zu behalten.
Wie sich das weiter entwickeln wird ist schwierig vorher zu sagen. Deutschland ist da eher auslandsprache-feindlich eingestellt, viel mehr als die Niederlande das sind. Sogar von Deutschland aus Google so weit kriegen das er englischsprachigen treffer bevorzügt ist eine aufgabe.


Tipsler hat geschrieben:
Verliebtheit.


Für meinen Geschmack kommt gemeinsame Verliebtheit zu selten vor, da hast du recht. Umso wichtiger wird es, sich dann zu überlegen, wie es gelingt auf sich aufmerksam zu machen und von Fremdheit zur gemeinsamen Vertrautheit wechseln zu können.
In der Hinsicht finde ich das Gespräch mit dir und Apokalyptusbonbon im Thread "Kampfsport" sehr lesenswert, denn da geht es stellenweise ja genau um diese Frage.


Ich habe das idee das man verliebtheit und lust zu schnell mit einander vertauscht. Verliebtheit und liebe hängen zusammen mit das einander kennen lernen, der bedurfnis für einander da sein zu wollen. Lust ist eher egoistisch, dreht sich vor allem um sex. Ich glaube das es bei verliebtheit auf dem ersten blick eigentlich nur um lust dreht, nur ums oberfächliche.


Tipsler hat geschrieben:
ONS

Deine Meinung kann ich gut nachvollziehen. Der Idealfall ist eine Beziehung, doch wenn es sich ergeben würde, könnte ich mir vielleicht inzwischen auch einen ONS vorstellen.
Wobei ich da sehr schnell in Richtung Freundschaft abbiege, weil mir eben die Frau als Person wichtig ist und nicht als Sexspielzeug. Konkret vor die Wahl gestellt Freundschaft oder Sex, würde ich mich eher für Freundschaft entscheiden.
Ich denke, zu dem Thema werden wir sicher noch einiges interessante von Apokalyptusbonbon lesen können, weil sie von uns drei damit am meisten Erfahrung hat.



Na ja, ich habe mit die meisten meiner unerreichbare lieben tiefe freundschafte aufgebaut - was mir lieber war als überhaupt kein kontakt mehr. Das nachteil ist aber das die freundschafte häufig schmerzen wie der hölle, vor allem wann sie sich in anderen verlieben. Interessanterweise ist eine richtige freundschaftband mit meine sekretärin aufbauen mir nie gelungen; sie wehrt mich aus ihrer Friendzone, obwohl über die jahren klar war das sie mich gern hat.


Tipsler hat geschrieben:
Künstler und beziehungen vs. Ottonormalverbraucher.


Mir ist noch nicht klar geworden, worin sich deiner Meinung nach die Beziehungen unterscheiden. Wenn du das zuhause als Basis siehst und die gemeinsame Unterstützung, kannst du eine bürgerliche kaum von einer künstlerischen Existenz unterscheiden.
Ob der Arbeitsplatz nun Werkstatt, Büro oder Atelier genannt wird, mahct da keinen großen Unterschied.


Das wichtichste unterschied ist das gewicht das man dem allen zukennt.
Mein job war al diese jahren mehr mein zuhause als mein zuhause das war.
Es war wo mein sozialleben sich abgespielt hat.
Mein arbeit war der basis, nicht mein zuhause.
Wo ich die für mich sinnvollen sachen im leben erledigte.
In ein beziehungmusste ich mir da wohl krass umstellen.

Mein zuhause war meist nur ein obdach.
Habe mich über der einrichtung kaum gedanken gemacht.
Ein bett zum schlafen, ein fernseher, ein computer, ein herd um manchmal zu kochen - aber ein gemütliches nest habe ich draus nie gemacht. ist für mich alleine auch volkommen unwichtig.
Mien geschirr, besteck, da passt nichts zusammen.
Ich bin nicht von nature aus ein nestbauer.
Und nestbauer sein ist was für mich was ein Otto Normalverbraucher ausmacht.
Das wichtichste in mein haus waren immer die regale wo ich meine bücher, comics, videos und CDs gelagert habe. Ein tisch zum zeichnen, ein rechner für mein 3D arbeiten.
Ich habe selten andere leuten bei mir zu hause eingeladen. Meist haben wir uns in kneipen und restaurants getroffen. Ich war bei manche befreundete künstler daheim. Die meisten waren so wie ich; nicht gemütlich eingerichtet, der wohnung meist ein misschung aus atelier und bibliothek-mediathek, und alles in in staat des kreativen unordnungs...
Obwohl es sauber war, hat in mein wohnung auch immer eine ziemliche unordnung geherscht.
Für uns non-konformisten deutet eine zu grosse ordung auch eine wenig flexibele lebensart, eine eingeschänkte lebenstiel, ein verschlossenes gehirrn das für nichts neues offen steht. Für nur rigide nach regeln leben.

Zuhause ist wo ich vor der glotze einpenne.
Mich zurückziehe für der normalgesellschaft, die dort raussperre.
Ich bin da eher ein geek und ewigen student.
Genau so wie die durchschnittsfrau es sich NICHT wünscht.

Und meine sekretärin wohl mit sicherheit nicht, für sie ist ordnung wohl sehr wichtig, obwohl sie mir bereits versucht hat klar zu machen das sie in den pfunkt weniger rigourös ist als ich glaube.

Mein bruder ist ein Otto Normalverbraucher..
Er hat ein job der er hasst.
Ist ihm egal - ihm ist das zuhause oberwichtig.
Er ist auch wichtig so ein bastler, ein heimwerker, wo ich zwei linke hände habe.
Fliesboden liegen, jede paar jahre neue tapeten, viel arbeit in den garten - wo das mir alles null interessiert. Für ihm aber ein vollzeitsbeschäftigung. Wo all das geld und alle freizeit investiert werden. Der job ist nur deswegen da um das alles finazieren zu können. Mit welche art arbeit ist da eher nebensache, der job ist volkommen austauschbar.

Meine sekretärin kommt aus ein familie von heimwerker, hat häufig erzählt von ihren arbeiten an ihren wohnung - sie gehört da zu den Otto Normalverbraucherinnen. Alles was ich in der richtung machen wird wird nur ihr zu liebe sein, mich persönlich interessiert es alles null.
Ausser wann ich doch noch mal reich wird und mein wohnung auf Art Deco stiel oder so gestalte; ganz oder gar nicht, eigentlich - mit wenig geld ist es eher langweiliges IKEA.

Es ist meist eine frage der leidenschaft, und wo die steckt.

Ich arbeite jetzt in ein raum mit concept artists. Die reden meist über den job. Über anderen concept artists, Über filme mit grossartigem design. Über künstler. Über kunst, kultur und wissenschaft. Aber selten oder nie über hypotheken, versicherungen, autos, hausrenovierungen - das sind sachen die uns nicht wirklich beschäftigen. Eher vons wichtige ablenken.

Anderen in der arbeit machen eher technischen sachen, sind weniger künstlerisch tätig. Wann die während pausen schon mal über die arbeit reden, dann eher nur zeug. Aber die reden über hypotheken, versicherungen, heimarbeiten, autos, den alltag mit den kindern (in diese gruppe gibt es viel verheirateten mit kinder). Auch meine sekretärin. Auch nach fünfzehn jahren in der Trickfilmwelt kann sie kaum eine gute zeichnung von ein schlechter unterscheiden. Ihre leidenschaft liegt in den alltag, und ihren hobbies - Pilates, und singen, meist klassischen und kirchlichen musik. Zum gluck gehts sie gern ins kino, restaurants und so und liest sie auch gern,. damit gäbe es möglichkeiten zum gemeinsamen aktivitäten - aber sie steht eigentlich auf männer mit heimwerklichen talente, wo ich zwei linke hände habe, und privat eigentlich nie an meine wohnungen umgebastelt habe - für mich sind IKEA möbel zusammen basteln bereits eine herausforderung.

Wo künstler deren leidenschaft, der kunst, auch in der freizeit nicht abschaltten können, nehmen die Ottonormalverbraucher den altag auch mit in der arbeit.

Alles eine frage der leidenschaft.
Und die sind bei künstler und Ottonormalverbraucher wohl sehr getrennt.
Kunstler haben kein 9 bis 5 job.
Wir sind mit unserem beruf geheiratet.
Es ist unsere grosse leidenschaft.
Unserem beruf ist gleichzeitig auch unserem wichtigsten hobby.
Häufig nehmen wir der arbeit mit nach hause, und in der freizeit, wann nicht wortlich, dann doch im gedanken.

Und der alltag ist da eher nebensache.

Für die Ottonormalverbrauche ist die arbeit meist nur der geldquelle.
Der ganze leidenschaft liegt ausserhalb der arbeit.
In der alltag, in finanzielle absicherung, in den hobbies, den kinder und andere familie.

Die sekretärin redet meist mit den normalos über alltagssachen in den pausen.
Aber nach der arbeit hat sie meist sachen mit den künstler unternommen, ihren besten freunden in der arbeit sind auch ehrer den künstlern. Sie ist von künstlern eher doch fasziniert, obwohl ich immer noch das gefühl habe das sie uns nicht richtig versteht.




Tipsler hat geschrieben:
Einer Unterscheidbarkeit nähern wir uns eher über die Lebenshaltung. Da gebe ich dir recht.
Wie die Unterscheidbarkeit konkreter aussieht kann ich aber nicht sagen, weil ich eher weniger Kontakte habe und daher jetzt nicht pauschal ein Urteil fällen will.
Woher deine Aversion gegenüber bürgerlichen Lebensverhältnissen kommt, hast du ja im anderen Thread geschrieben, denn da sehe ich dich ziemlich von deinem Elternhaus geprägt.


Nein, nicht durch mein elternhaus.
Durch die tatsache das ich bereits seit der grundschule geahnt habe das ich anders bin als mein mitschuler. Das mich konformieren da nicht im frage kam. Es kommt vort aus ein leidenschaft für anderen dingen als der alltag. Ich habe es gerade erklärt, wie anders man als künstler im leben steht, und wie anders da die prioritäten sind.

Mein beruf ist eher ein flucht aus der altag, ein alltag der an sich für mich unerträglich ist.

Schau dich vielleicht der film Revolutionay Road von Sam Mendez, mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet mal an. Der alltag, der bürgerlichkeit, das genau so sein wie die nachbarn, wird da Hopeless Emptyness, der Hoffnungslose Leere genennt. So erfahre ich sie auch. Ein leeres leben das sich nur um oberflächliches dreht, um bedeutungslose konventionen, an das sich nicht von den nachbarn unterscheiden wollen, um der vernichtung von jedem art der individualität. Ein leben wo mann eigentlich völlich unsichtbar und austauschbar ist, nichts an der menschliche kultur oder das menschliche wissen beitragt, nur produzent-konsument-steurzahler ist, sein beitrag leifert an der verschmutzung und globale erwärmung, und der weltüberbevölkerung.
Wo die welt dich nicht vermissen wird nachdem du gestorben bist, des wegen das die welt sich deinen existentz auch beim leben nicht mal bewusst war, bis auf ein paar nachbarn und familienangehörigen. Nach zwei generationen ist mann dann ebenfalls aus dem kollektieven gehirrn verschwunden, weil dann keiner mehr an leben ist der dich mal gekannt hat.
Ein leben wo man verzweifelt sinn sucht in märchenbücherreligionen oder esoterie oder anderem quatsch in ein zweckloser versuch da doch noch einen sinn zu finden wo es keinen gibt. Auch sie flüchten in märchenwelten, so wie ich, bis auf das die deren märchen ernst nehmen und mit der realität vertauschen.

Für mich der absolute hölle auf erden, ein gehirnwaschtes leben zur dienste der konsumgesellschaft, voller selbsttäuschung..

Das leben ist einfach zu leer und bedeutungslos um darin selber leer und bedeutungslos sein zu wollen. Ich will etwas besonderes tun in das einzige leben das ich hier habe, in die paar dutzend jahre die ich hier habe. Ich will meine träume und leidenschaften leben, oder was tue ich hier sonnst? Ein volkommen auschtauschbare kopie meiner nachbarn sein? Ein gehirnnwaschter konsument, damit die übberreichen dank mir noch reicher werden, was wohl der einzigen nutzen unserer kapitalistischen demokratie zu sein scheint? Was für einen sinn gäbe es dann um auf diesen wiederlichen und gewaltgeprägten planeten zu leben, wo der grausame regel ist das die starkeren den schwächeren essen, von nahrungsketten in der natur bis zum nächsten genozid-versuch zwisschen rivalisierende staaten? Wo sogar in Griechenland sich die allereichsten sich noch an der wirtschaftskrise verreichen, nur die ärmen drunter leiden? Nur ein sinnloser teil dieses irrsinns sein?

Der erde ist wann manns genau betrachtet und die rosarote brille mal weglegt zum kotzen hässlich und grausam, und der mensch im algemeinen noch das allerhässlichste und grausamste dran, gerade deswegen das wir unserem alfatier-trieb mal nicht los werden. Wirtschaft ist nicht mehr als mathematische vorhersagen der menschlicher habgier, und auf so etwas primitives haben wir unsere ganze zivilisation aufgebaut.

Ein grund zu mehr um in meiner nische schöne sachen machen zu wollen und so fern wie möglich abseits zu bleiben von ein leistungsgesellschafft die nur für den alfa-tieren gedacht ist.


Nobelpreisträger Stephen Weinberg hat es mal so verwortet: 'The effort to understand the universe is one of the very few things that lifts human life a little above the level of farce, and gives it some of the grace of tragedy.'

Kunst, kultur und wissenschaft sind die einzige sachen die aus der mensch mehr machen als der umweltzerstörende und immer kampfertingen neanderthaler der er ist, wo noch immer die meist primitiven der höhste status bekommen, von der welt der kriminellen bis zum die grosssaktionaire auf wall street. die sich noch immer verreichern über den rücken der sozial schwacheren.

Die gehirrnwachst werden um brav zu konsumieren, produzieren, steuern zu zahlen, und vor allem nicht nach zu denken, und nichts im frage zu stellen. Denn dumme leuten die von der werbung verblödet sind unterstutzen den wirtschaft, und die paar wenigen obermächtigen die am meisten davon profitieren, und sogar während wirtschaftkrisen reicher und reicher werden. Sogar in ländern wie Griechenland, heute noch.

Ich bin nicht blind für diese grausame realität.
Will daran so wenig möglich mittbeteiligt sein wie es mal geht.

Und in meine kleine nische meine ruhe und meinen gluck finden.
Während die rest der welt sich in diesen irrsinn mitschleppen lasst, blind, gehirrnwascht und verblödet.

Ich bin gegen bürgerlichkeit aus überzeugung, also bitte schieb es nicht ab auf irgendwelschem billigen pseudo-psychologie über den elternhaus.



Tipsler hat geschrieben:
Rechtfertigen brauchst du dich nicht, aber wenn ich ehrlich bin, was ich bisher so mitbekommen habe, gibt noch nichts her für die Unterscheidbarkeit der Lebensstile oder der Lebenshaltung.
Morgens aufstehen, Fahrt zur Arbeit, viele Stunden am Arbeitsplatz, zwischendrin Mittagspause, Feierabend teils noch bisschen unterwegs, ansonsten zuhause, rechtzeitig schlafen gehen um am nächsten Tag wieder fit zur Arbeit zu können.

Wenn du magst, kannst du das gerne noch bisschen ausführlicher beschreiben. Aber wie gesagt, mich interessiert das zwar, aber ich möchte nicht, daß du dich deswegen womöglich so fühlst, als ob du dich rechtfertigen mußt.


Nein.

Für ein künstler ist die künst so wichtig wie atmen, essen, trinken.
Ein künstler ist hundert prozent der tag künstler.
Wann ich mit meinen kollegen abends unterwegs war, womit haben wir uns beschäfigt, worüber haben wir geredet? Fast ausschlieslich über unse arbeit, über trickfilm im algemein, film. Manchmal wissenschaft, philosophie, aber nur ganz selten über alltäglisches. Wir haben die grossen trickfilme analysiert, wege gesucht die qualität der eigene arbeit zu steigern. Wir sind gemeinsam in der zoo gefahren um dort tiere zu skizzen. In museen gegangen um die meister der vergangenheit zu studieren. In aktzeichenkurse. Fast jede freizeitbeschäftigung hatte ein zusammenhang mit unserem beruf.
Uns pläne gemacht jemals eigene filme auf der reihe zu kriegen.
Uns geärgert an den slechten skripts der filme wo wir dran gearbeitet haben.
Geflucht wann unsere szenen nicht so gut geworden sind wir wir es uns gewunscht hätten.
Noch härter geflucht, wann kurzsichtige produzenten schlechte entscheidungen gemacht haben und filme damit halb zersört haben. Konnten tagelang schwerst deprimiert sein deswegen.
Und dann doch mal wieder der triomf, als dasjenige woran mann so lange gearbeitet hat zu leben kommt, wann deine zeichnungen ein eigenes leben gekriegt scheinen zu haben.

Wir haben unbezahlt überstunden und wochenenden in unserem animationsszenen gesteckt, deswegen das die teil von uns sind, so gut werden sollten als wir könnten. Unsere persönliche erfahrungen, unserem leidenschaft, das alles haben wir in unseren zeichnungen gesteckt.

Ich glaube, nicht mal sex wird so gut sein.

Trickfilmer sein ist eine liebesbeziehung mit der arbeit zu haben.
Manchmal ist es der himmel, manchmal auch die hölle.
Aber die emotionen die ein künstler in der arbeit stecht stehen nicht in verhältnis mit was man in einen durchschnittsjob steckt. Es ist ein leidenschaft so tief wie liebe.

Dabei verlauft meoin leben zuhause auch sein jahre nicht mehr nach muster und regelamss. Essen an den moment das ich hunger habe. Kann so ungefähr jeder beliebiger uhrzeit sein. Schlafen manchmal erst um eis, zwei mitternacht - alles mehr oder weniger nach lust und laune, spontan, und nach bedarf, nicht nach irgendwelchem riginden tagesplan - alles eher ständig improvisiert. Weniger bieder und Deutsch geht wohl kaum.

In meine erfahrung steht das dermassen weit entfernt von ein normalverbraucherexistenz, das die meisten sich nicht mal ein vorstellung davon machen können. Scheiße, schon wieder montag, warten auf den freitag und das wochenende, meist ist da nicht so viel arbeitsfreude vor handen. Feierabend und wochenenden sind da der befreiung von der arbeitspflicht. Ach ja, und am montag wäsche waschen (zumindestens im Holland den brauch hier in Deutschland weiß ich es nicht mal), und am freitag fisch essen, und am sonntag in der kirche. Weil es so gehört.....

Wann ich mal bei menschen aus der Ottonormalverbraucherwelt zum besuch war, in deren nach muster eingerichtete häuschen, alles ordentlich geräumt und nach platz, nicht mal ein halb gelesene zeitung auf den tisch oder so, der ganze tagesablauch vorgeplant nach regelmaß, mustern und regeln, aber mit leeren bücherregale und nichts das auf den bedarf nach weiterblidung deutet, dann fühlte ich mich dort sofort unbequem, und eingeengt, ich kann in so ein umfeld kaum atmen. Geschweige noch mal den üblichen gesprächsthemen da.

Nur musiker, topsportler, wissenschaftler, filmregiseurre, schauspieler - all die jenigen die kein job haben, aber ein art zu leben der viel grosser ist als ein job. Ein tätigkeit der das ganze leben definiert.


Tipsler hat geschrieben:
Geld sparen.


Würde auch gern mal wieder sparen können, aber derzeit ist mir das leider nicht möglich.
Meine Reserven sind nahezu dahingeschmolzen und ich hab grad Panik, wie ich zurecht kommen soll.

Wie schätzt du deinen aktuellen Job ein? Hört sich nämlich nach regelmäßig, mit möglicher Sicherheit und zudem mit einer möglichen Beziehung an.
Im Grunde genau das, was dich schnellstens davon laufen läßt, weil du dich dann gebunden und nicht mehr frei fühlen kannst.



Das geld hat sich als nicht besonderes gut erwiesen. Die neue regisseure haben teure fehler gemacht, der serie ist nicht mehr auf zeitplan, viel vons budget ist verbraten, und für mich gibt es was übrig ist - sogar mein firma hat zugegeben mich weniger bezahlen zu können als ich wert bin. Sparen wird nicht dabei sein. Mann will mich aber auch nach diesen TV serie wieder fester in der firma einbauen, und eher dauerbeschäftigen, mit in der zukunft ein besseren gehalt. In wiefern das märchen sind um mich an den jetzigen projekt zu binden weiss ich nicht. Aber mein alternaitiv wäre ein job in ein supermarkt oder ähnliches gewesen. Und dauerbeschäfigt bei der firma würde auch ein potentieller beziehung mit der Sekretärin wesentlich leichter machen...


Tipsler hat geschrieben:
Konsumgesellschaft


Mich wundert, daß das alles noch funktioniert. Wüßte ich eine bessere Alternative, würde ich mich bemühen darauf hinzuwirken. Aber die von dir erwähnten 7 Millarden Menschen brauchen eine sinnvolle Möglichkeit ihr Leben zu leben.
Schaut man sich die Geschichte an, findet sich eigentlich nirgends eine wirklich brauchbare Alternative, außer sie wäre mir entgangen, weil ich nicht genau hingeschaut habe.

Was die Tiere und die Natur betrifft, da habe ich auch so meine Sorge, wobei ich den Eindruck habe, daß du die Zusammenhänge besser verstehst als ich es tue.

Was eindeutig fehlt ist eine soziale Zukunftsvision, die zumindest gleichberechtigt neben die zahlreichen technischen Zukunftsvisionen gesetzt werden kann. So sehr ich die technische Entwicklung schätze, das entspannte Miteinander bleibt da doch zu oft auf der Strecke.

In Science Fiction Romanen gibt es die Lösung "Auf zu den Sternen", um mit Überbevölkerung und Ziellosigkeit fertig zu werden. Ist aber noch zu utopisch.
Wer realistisch denkt kann darüber im Moment leider nur den Kopf schütteln.



In sofern ich der wissenschaft jetzt interpretieren kann, gibt es für den menschen kein Auf zu den Sternen. Vielleicht schaffen wir in ein paar hundert jahre noch kleine kolonieen auf dem Mars, aber das wäre es denn auch. Raumschiffe die uns innerhalb eines menschenlebens zu anderen sternen fliegen werden liegen weit ausserhalb alles was laut unsere stand der wissenschaft möglich wäre. Es gibt kein möglichkeit sich ausserhalb unserem erdatmosphäre mal vernunftig gegen tötlicher kosmischer strahlung zu schützen; nur das alleine macht ein aufenthalt über mehreren jahren in ein raumschiff unmöglich.

Die von mir erwähten sieben miljarden menschen haben in deren bedarf nach ernärhrungsstoffn so viel von der ursprunglicher natur und unrprungliche ekosystemen vernichtet das der erde aus dem ruder ist, und uns schwere klimatologischen änderungen bevor stehen. Grossere klimawandelungen haben in der vergangenheit schon mal 99% aller tierarten auf dem erde ausgerottet - auch wir als menschheit sind gegenüber ausrottung nicht gefreiwart.Ändert sich das klima so das die moderne pflanzen und höheren tierarten nicht überleben können, dann bricht unserem ganzen ernährungskette zusammen, und werden wir einfach als gesammte menschheit verhungern und verschwinden. Dafür brauchen nur die bienen mal aussterben, das wäre schon das ende unserem ernährungskette. Die meisten pflanzenarte würden mit der biene verschwinden, da der biene unentbärlich bei der vortpflanzung von pflanzen ist.. Pflanzenesser sterben damit aus. Damit auch den raubtiere. Und es bleibt uns nichts mehr übrich um uns mit zu ernähern - kein obst mehr, keine gemüse, kein fleisch. Die bienen sind schon ziemlich auf dem weg nach dem aus, zum glück wissen wir jetzt das ein pestizid von Bayer für das massenbienensterben verantwortlich ist, aber es hangt alles immer mehr an einen hauchdunnen draht.
Der erde kam bereits seit fünf miljarden jahren ohne menschen zurecht, und wird auch wohl noch seine weitere verbliebene fünf miljarden jahren ohne menschen zurecht kommen. Aus den verbliebene ein prozent der tierarten der uns überlebt wird der erde sich neu bevolkern. Aber ohne menschen.

Für das wohl der erde wahrscheinlich auch mal besser, wann der grosste verschmutzer auf erden ausstirbt.

Trotzdem wäre es schade.
Ich hoffe noch immer das der mensch den innerem tier, den inneren neanderthaler endlich mal los wird, und als wirklich zivilizierte lebensart den ganzen survival of the fittest lebensstrategie hinter sich lasst, und somit kriege, mobbing, genozid, und den ganzen habgier-wirtschaft der der erde in den abgrund sturtzt. Unsere leistungs- und konsum verhalten, unserem drang zum status und dominanz wird der erde zum verhängnis, und wir werden unserem primitiven instinkten im griff bekommen mussen, oder uns droht das definitive aus. Um zu überleben, müssen wir unseres bauchverhalten abschalten, endlich mal unserem gehirrn benutzen, richtig zum Homo Sapiens Sapiens werden, der wissende mensch, statt nur ein primitiver chimpanzenunterart der meist damit beschäftigt ist zum top-alfatier zu werden..



Tipsler hat geschrieben:
Bugs Bunny ist mir ein Begriff. :D
Duffy Duck, Speedy Gonzales, Calimero, Roadrunner, Schweinchen Dick, Tweety und so weiter und so fort. Kenn ich aus Kindertagen im Fernsehen.
Wäre schön, wenn sich Zeichentrickfilme halten würden und sei es nur in Kurzfilmen, die dann eben vor abendfüllenden Animationsfilmen gezeigt werden. Fände es schade, wenn das ganz verschwinden würde.
Hm, grad kurz was in Wikipedia nachgeschaut und dabei festgestellt, daß ich oben Sylvester vergessen habe und die ganze Zeichentrickschar gedanklich dem falschen Filmstudio zugeordnet habe. Denn ich dachte da an Hanna Barbera und nicht an Warner Brothers.

Zitat:
Er hat geantwortet das er seine filme für SICH macht, und dabei das glück hatte das
es auch ein publikum dafür gibt, damit er davon leben kann.

Es ist ein Geschenk, wenn man so arbeiten kann. Etwas das man gerne macht auch im Beruf machen zu können.


Mein geschmack nach ist es ein der wenigen sachen die ein leben auf diesen sinnlosen scheissplanet noch so halbwegs sinnvoll und ertragbar machen. Zu tun was mann liebt, statt ein ersetzbares rad zu sei einer sinnlosen machinerie die einem nur zum kotzen bringt, und nur den allerreichsten etwas bringt.


Tipsler hat geschrieben:
Zitat:
kommerziellen schrott....

Beruflich vielleicht, aber privat kannst du das doch anders machen.
An deinem Vorbild orientiert, einfach privat so arbeiten, wie du es toll findest und mit etwas Glück damit auch zumindest ein Taschengeld verdienen.
Mir ist aber klar, daß es dazu oft an den Möglichkeiten fehlt, weil man sich selbst da am meisten blockiert. Mir würde es da oft passieren, daß ich in Gedanken ein ganzes Universum hätte, aber auf dem Papier mir einfach nur eine weiße Leere entgegen kommt, weil ich nicht mal einen Punkt so setzen könnte, daß ich damit für mich und meine Ansprücke zufrieden wäre.



Mein vorbild hat seine träume verwirklicht mit aberhunderttausende dollars von Warner Brothers, er hatte sein zum hobby gemachter beruf nie im leben selbst finanzieren können. Nicht mal leidenschafltichen künstler können sich ganz und gar aus dem wirttschaftlichen konventionen zurück ziehen. Chuck Jones' vermieter hat sich bestimmt auch nicht mit den neuesten Bugs Bunny film zufrieden gestelllt, der wollte bestimmt auch seine miete sehen.

Schrott sowohl wie schönes braucht in der filmwelt geld, und sogar C-katerorie filme lassen sich erst über hunderttausende an Euros erstellen. Animations Kurzfilme werden meist aus förderungen gezahlt, und kosten meist zwisschen hundert und zweihundertausend euro. Und jahren an arbeit.

Wie sagt mann es schon? Kunst ist für ein prozent inspiration, und für neunundneunzig prozent transpiration. Die eine prozent ist zwar unentbehrlich, aber meist ist es doch harter arbeit.

Wann man ein kräftiger computer hat, und für mehreren tausenden euros an animationssoftware, könnte man damit in theorie ganz alleine zu hause ein meisterwerk zusammen basteln. Aber auch dann braucht man dafür mehreren jahre, und damit reserven auf der bank um das zu überstehen. Für wenig geld und in wenig zeit kann man nur billiges schlechtes machen. Davon gibts bereits genug auf youtube, die welt braucht mich nicht für noch mehr von den schrott....
Der ausweg wäre ein produzent mit geld um deine sachen zu finazieren - aber produzenten misschen sich für dem geld auch wirklich künstlerisch ein. Mein kumpel hat sein kurzfilm über eiinen produzenten verwirklicht; am ende der produktion hatte er meist noch träume über wie er sein produzenten ermordet. (Produzenten sind vor allem sehr gut drinn alle ursprungliche gute ideeen in ein projekt zu ersätzen mit schlechtem geschmack und volkommenen müll) Es gibt da keine einfache auswege. Und wie immer ist der schlüssel zu freiheit da geld - eigenes geld. (Es ist auch das einzig wirklich wertvolle das man mit geld kaufen kann: freiheit.)


Tipsler hat geschrieben:
Freundinnen und sicherheit


Deinem Animator-Kollegen kann man da nur gratulieren, doch ich vermute mal, daß er das nicht mit knurrendem Magen und der Sorge, wie er über die kommenden Monate kommen soll geschafft hat, sondern behaglich in kreativförderlicher Umgebung.

Ein kunstler ist sich sein existenz nie sicher. Manchmal gibt es das risiko von knurrenden magen.

Mir würde es zumindest so gehen, oder konkreter. Wenn es mir gut geht, habe ich auch eine etwas kreativere Ader. Gehts mir schlecht, kommt da auch nichts.
Und um mich herum sind leider keine Leute, die mich motiveren können.
Selbstmotivation ist da auch eher Selbstblockade und das zieht sich durch viele Lebensbereiche.
Nur trocken Brot? Kommt auf die Perspektive an, aus der man zu ihm blickt, was man dazu schreiben kann.
Ein Künstler ist dann oft noch ein Überlebenskünstler, während jemand ohne kreative Möglichkeit dann böse in der Falle sitzt. Denn nicht umsonst heißt es: "Von reichen Leuten kannst du sparen lernen, von armen Leuten Mitgefühl."
Wer ein leichtes gemütliches Leben hat, hat oft die Möglichkeit Kreativität als Hobby zu nutzen, weil er dann nicht davon abhängig ist. Aber die meisten Menschen können davon nur träumen, weil sie es sich wie du sagst nicht leisten können künstlerisch tätig zu sein.




Eine kreatieve hobby interessiert mich nicht. Trickfilm, comics, etc haben nur ein zweck wann die von ein publikum gesehen werden. Beide sind formen der kommunikation. Hobbies sind sowieso total überwertet. Reiner freizeitsbeschäftigung hat für mich kein al zu hohen wert. Man macht kunst um ein beitrag zu liefern an das kulturerbgut der erde. Alles andere ist vergebene liebesmühe. Freizeitstherapie, wenig mehr.
Sachen die man nur für sich macht haben für mich keine grosse wert.

A propos hobbies.

Persönliche records brechen, persönliche grenzen überwinden nur deswegen das man sich selbst damit ein bisschen steigert ist für mich so etwas von überwertete zeitverschwendung. Sogar topsportrecords sind das. Fast jedes haustier lauft viel schneller als unseren olympiasieger. Für mich völlig uninteressant. Wann so etwas den selbstwertgefühl steigern soll dan ist das selbstwertgefühl auch schwer überwertet, nicht mehr als eine bedeutungslose illusion, basiert auf sinnlose tätigkeiten oder grenzüberschreitungen. Der beste sein in ein aktivität der kein sinn macht interessiert mich nicht. Reiner energie- und zeitverschwendung. Aber das soll jeder für sich entscheiden, wers mag solls machen. Ich finde das zeug nur gesellschaftlich volkommen überbewertet, sicher wo es sport angeht.

Meine meiste hobbies sind deswegen eher passiv. Filme angucken, bücher lesen, museen besuchen - die kunst von anderen betrachten. Das kultererbgut der menschheit geniessen.

Mein wirklicher hobby habe ich zum beruf gemacht. Und meine arbeiten sind von hunderdtausende menschen gesehen worden. Damit es sich auch lohnt.


Tipsler hat geschrieben:
Zitat:
Und so etwas suche ich mir auch für mich.


Hab ja aktuell schon an anderer Stelle geschrieben, daß ich deine Sekretärin für dich als ziemlich ideal ansehe. Ich schätze sie so ein, daß sie aus ihrer Sicherheit heraus auf ihre Weise auch sehr kreativ ist und dich prima ergänzen könnte. Insofern wünsche ich euch beiden alle Chancen die ihr braucht um zueinander finden zu können.


Ich wünsche mich auch sehr ein beziehung mit ihr, habe dennoch häufig angst das wir dazu zu verschieden sind, die gründe dafür hast du früher in mein antwort schon lesen können - deswegen das die prioritäten in unserem leben krass aus einander liegen. Es gibt zwei möglichkeiten´- entweder wir ergänzen uns ideal, oder wir werden einander nur auf dem keks gehen. Eine mitte gibts da wahrscheinlich nicht.

Von allen frauen in dem ich mich die letzten zwanzig jahre verliebt habe, passt sie am wenigsten zu mir. Aber dennoch ist die voraussicht auf ein leben ohne sie fast unerträglich. Na ja, dann soll ich mich doch mal auf einige kompromissen einlassen müssen, falls sie doch interesse an mich hat.



Tipsler hat geschrieben:
Eigene werbefilm


Ich verstehe was du meinst, aber da denkst du in zu großen Dimensionen. Ich ging da nicht von einem Multimillionen-Projekt aus das ein ganzes Filmstudio für Jahre beschäftigt. Sondern mehr von etwas, das du für dich selbst in einem überschaubaren Zeitrahmen kreativ bewältigen kannst. Ohne es abzubrechen, weil du dir selbst nicht zutraust es in deinem Qualitätsniveau hinbekommen zu können.
Es gibt da einen Spruch dazu: "Weniger ist mehr!"
Du denkst da grad an dutzende von Kulissen, unterschiedliche Perspektiven, viele handelnde Figuren mit ausgeprägter Gestik und Mimik. Vergleichbar mit einem Film.
Doch genau diese großen, sehr aufwendigen Produktionen sind aus zeit- und kostengründen längst eine Domäne des dreidimensionalen computeranimierten Films.
Zeichentrick funktioniert aber da, wo Animation zu platt rüber kommen würde.
Gedanklich mehr an Theater orientiert, wo eine möglichst tolle Bildwirkung mit wesentlich einfacheren Mitteln erzielt werden muß.
Oder wenn du es noch mehr reduzierst, landen wir bei Scherenschnitt oder sogar bei Varianten von Daumenkino.
Klar, kommerziell derzeit völlig ohne Chance, aber es geht ja um etwas, das du für dich machst.



Sogar ein film mit wenigen figuren dauert jahren. Ich habe mitgearbeitet an ein kurzfilm einer kumpel von mir. Eine katze, zwei frauen, einfacher zeichenstiel, fünf minuten.

Und fünf JAHRE bevor das ding fertig war. (Ich war davon nur etwa vier monate mit dabei)


Was mir am trickfilm am meisten interessiert ist der darstellung, nicht der grafik. Ich bin viel mehr schauspieler als grafiker. Ich mag auch die meiste Japanische anime-sachen nicht, wo sich nur der mund bewegt, schauspielerei auf ein minimum bleibt und nur die explosionen aufwendig gezeichnet werden. Ich liebe Tom & Jerry, Bugs Bunny, Dschjungelbuch, Rapunzel, Ratatouille, Wallace & Gromit - und die macht man halt nicht mit billigen mitteln. Wo es mir um geht ist gerade die Gestik und Minik, die stehen in mein beruf im mittelgrund, und es ist auch dasjenige wo meine ganze leidenschaft drin steckt, dasjenige womit ich meine figuren leben einhauche. Und für guten darstellung braucht man viele, viele, viele zeichnungen. Oder key-fasen in 3D. Nicht bewegte grafik interessiert mich, aber das zum leben bringen von lebenlose zeichnungen, eine empatischen band kreieren zwischen zeichnungen und publikum, damit ich den figuren mittels körpersprache eine seele verleihe - ein teil meiner eigene seele, das figur ein teil meiner eigener persönlichkeit. Das ist für mich der ganze magie des trickfilms. Wann es dich interessieren würde, kann ich dir das buch Disney Animation, The Illusion Of Life von Frank Thomas und Ollie Johnston empfehlen. Das dreht sich um das thema.

Die serie die ich jetzt betreue wird mit Flash gemacht.
Legetricktechnik mit den computer.
Alles wirkt auch dementsprechend tot und mechanisch.
Nichts Illusion of life, nur linien die sich bewegen.
Wann ich an etwas für mich arbeiten würde, wäre ich da doch um einiges anspruchsvoller.

Du hast recht, ich würde den film für mich machen wollen. Aber trickfilme mit statischer grafik wo sich kaum was bewegt interessieren mich nicht, würde ich also nie für mich machen.


Tipsler hat geschrieben:
Beide selbstverwirklicher.


Du und die Sektretärin leben so ja schon Jahrzehnte. Was noch fehlt sind mehr gemeinsame Stunden und das Gefühl nicht mehr einsam zu sein.


Großvater werden.


Wenn es gelingt, eine Beziehung mit deiner Sekretärin aufzubauen, ist Großvater werden eh für lange Zeit vom Tisch. Das wäre nur dann gekommen, wenn du dich in eine Frau verliebst, die schon erwachsene Kinder hat.

Mit etwas Glück schaffst du es bis zum 50sten geküsst zu werden. :)




So wie sie mir zur zeit wieder aus dem weg geht verzweifele ich da wieder.

Die einzige hoffnung der ich habe, ist das sie sich so verhaltet wie sie sich verhaltet, als eine art von herausforderung, das sie damit hofft irgendwelchen veränderung bei mir zu bewirken. Es würde zusammen passen mit ihren lieblingsbücher, wo frauen männer manipulieren sich in eine gewünschte richtung un zu wandeln

Nur ist es mir nicht klar was sie dann von mir verlangt, und ob ich überhaupt zu ihren erwünschten änderung bereit wäre.

Aber vielleicht ist es alles doch nur einbildung, und geht sie mir bloss aus dem weg deswegen das sie kein kontakt mit mir wünscht. Hat sie tatsächlich kein interesse an mir. Hat sie mir nur um willen der TV serie zurück in der firma gebracht. Sie vermittelt mir schon ganz häufig dem gefühl an keiner ihren kollegen weniger interesse zu haben als an mir, die letzten drei, vier wochen.

Tipsler hat geschrieben:
Anders sein.


Zitat:
Selbst bestimmen wer man ist, und authentisch sein.

Schön wenn man das wirklich so leben kann.
Kollidiert im realen Leben leider oft genug mit den berühmten Sachzwängen.


Und deswegen ziehe ich mich so sehr aus den normalgesellschaft zurück, und umkreiss ich mich am liebsten mit menschen die mit individualität kein problem haben. Künstler, wissenschaftler, intellektuelle. Wann man sich so viel wie möglich unabhängig von der normalgesellschaft macht, hat sie damit auch immer weniger macht über dich. Früher wars sogar tötlich einfach - brav mein steuer bezahlen, und weiter einfach machen worauf ich lust hatte, und meine eigene werte leben. Mein eigenes sozialkreis hat sich daran nicht gestört, und wer sich dran gestört hat, habe ich aus mein sozialkreis gewehrt. So macht mann sich unabhängig.



Tipsler hat geschrieben:
Was ich konkret suche.


Zitat:
Das weiss ich.
Es ist nur kaum zu finden.
Und wann ichs gefunden habe, wollten die mich nicht.

Deine Realität ist da ganz anders als du es dir vorstellst. -> Sekretärin


Mal schauen ob wir es überhaupt auf der reihe kriegen. Momentan laufen wir beiden wieder meist davon, in voller panik.


Tipsler hat geschrieben:
Kompromisbereitheit.


Ein völlig umgekrempeltes Leben, nur damit du eine Beziehung hast, würde ich auch nicht empfehlen. Weil dann wärst du mit Sicherheit nicht mehr selbstbestimmt und authentisch.
Und das würde deiner Beziehung auch nicht gut tun.

Wenn ich mich so umschaue, gibt es die unterschiedlichsten Lebensvarianten.
Und bei einigen Frauen gibts ganz konkret auch keine Kinder, einfach weil diese Frauen sich dazu entschlossen haben lieber ohne Kinder zu leben.
Denn nicht jede Frau wäre eine glückliche Mutter.
Umso schöner, wenn eine Frau mit Kinderwunsch, sich das verwirklichen kann und dann glücklich damit wird.


Die sekretärin will kinder, es ist das wichtigste das sie will, ihren lebenstraum. Ich bin steril mit 49 jahren, da sind vielen türe wie adoption etc bereits verschlossen von wegen zu alt. Wann wir zusammen kommen würden, würde ich mich anstrengen ihren wünsch zu erfüllen, aber mittellos und schon krass alt um vater zu werden sind da keine gute voraussetzungen, da werden jungere stabielen menschen und pärchen bevorzugt. Künstlicher befrüchting, in vitris, das ist alles auch nicht gerade billig, da kann man mit zehntausende euros rechnen. Und auch da werden jungeren pärchen, mit ein stabileres leben, bevorzugt..Für mich wählen wäre für die sekretärin wahrscheinlich bedeuten das sie auf ihren lebenstraum verzichten muss. Da waren unsere chansen vor zehn jahren noch wesentlich besser gewesen. In der mail die sie nach eigener aussage nicht gelesen hat, habe ich mein sterilität erwähnt, also gut möglich das sie sich von den problem bereits bewusst ist.

Aber ich befürchte das ich wohl total die absolute liebe ihrens lebens sein muss bevor sie unter den jetzigen umstände - sehe auch mein letzter Kampfsport beitrag - eine beziehung mit mir anfangen würde. Sie musste da wesentlich grossere kompromisse machen als ich.



Schöne grüsse auch für dich

Non-konformist


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BeitragVerfasst: So 23. Feb 2014, 23:26 
Ja, das man nicht bereit ist wegen einer Frau sein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen ist ja auch verständlich. Ich behaupte auch mal das wenn man das tuen würde man schnell als uninteressantes Weichei abetan würde. Meine Erfahrung hat mir gezeigt das Frauen eher den kantigen Typen lieben - als jemanden den sie im ersten Moment so nehmen wie er ist und ihn erst nach und nach dahin bringen w sie ihn haben wollen ;)


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BeitragVerfasst: Mo 24. Feb 2014, 11:01 
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Registriert: Di 11. Sep 2012, 16:37
Beiträge: 363
Wohnort: Wo es Arbeit gibt.
@ Gast:

Würde bei mir nur bedingt gelingen, in kleinen praktischen sachen würde
ich mich ohne weiteres anpassen, aber in den großeren sachen im
leben war ich immer sehr veränderungsungsresistent....

Jemanden die versuchen würde mir ein Ottonormalverbraucherjob
rein zu zwingen von wegen den großeren finanziellen sicherheit,
oder die versuchen würde mir zurück in die Kirche zu kriegen,
hätte da bei mir nicht so viel chancen.... :)


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