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 Betreff des Beitrags: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Do 18. Nov 2010, 18:14 
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Registriert: Sa 30. Okt 2010, 20:52
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Dieses Buch des Österreichers "Lodovico Satana" aus der PickUp-Community wurde jetzt schon zweimal in Threads erwähnt, es scheint also einigen hier bekannt zu sein. Darum widme ich diesem epochalen Werk (jedenfalls wird es von vielen, z.b. auf amazon, derart in den Himmel gelobt) mal einen eigenen Thread.

Ich habe gestern die ersten zwei Drittel des Buches gelesen. Fand es anfangs ziemlich gut. Witzig geschrieben und es gab einige Aha-Momente. Aber mit der Zeit wurde es mir immer unsympathischer, und irgendwann habe ich es angeekelt weggelegt (tief unten in meine Schublade, damit niemand aus meiner linksliberalen Emanzen-Familie den provokanten Titel sieht) und will es auch so schnell nicht wieder zur Hand nehmen.

Ich finde es ekelerregend, wie der Typ Frauen manipuliert ohne Ende, anstatt natürlich und ehrlich zu sein (Das totale Offfenheit auch keine Lösung ist, ist mir bewusst). Das geht sogar soweit, dass er vorschlägt, man solle negative Gefühlsäußerungen einer Frau ("Drama") ignorieren, und sie stattdessen mal hart rannehmen. Die Stelle wo das geschildert wurde war die erste im Buch, die ich abartig fand...
Ich finde es ekelerregend, wie er Menschen in Kategorien einteilt. Fängt an mit der menschenverachtenden Einteilung in Alpha- und Beta-Männer. Später werden dann verschiedene Frauen-Typen analysiert, am besten sind natürlich die, die mit ihrer Sexualität im Reinen, sprich leicht flachzulegen sind.
Ekelerregend, wie der Autor die Treue als etwas verwirft, was nur 'Betas' mit hoher Verlustangst nötig haben.

Vielleicht habe mich etwas reingesteigert, wie gesagt, anfangs fand ich vieles in dem Buch interessant und hilfreich, aber manche Einstellungen die der Typ hat überschatten das so sehr... bäh

Ich glaube dieses Buch hat mich für den Rest meines Lebens von dem Wunsch, Sex zu haben, geheilt. :roll:


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Do 18. Nov 2010, 18:14 


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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Do 18. Nov 2010, 18:39 
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Registriert: Do 4. Nov 2010, 13:42
Beiträge: 105
Hm.... klingt nicht wirklich lesenswert...
Sicher mögen manche Menschen leichter manipulierbar sein, als andere
Und manche sind sicherheitsbedürftiger als andere

Andrerseits... man ist immer wieder anders drauf; hat verschiedene Stimmungen; Launen; Verfassungen.
Entsprechend springt man auf das eine - anderntags auf das andere - oder auch garnicht drauf an...
Am einen Tag gehts mir hervorragend und ich bin selbstbewußt und teils großkotzig
Am anderen Tag will ich nur kuscheln, weil ich so einsam bin
und dann plagen mich mal Ängste, die ich tief vergraben glaubte

Ich denke, solche Ratgeber können ein bißchen helfen, sich selbst zu erforschen und hinterfragen.
Vielleicht schärfen sie auch den Blick auf andere und zeigen, daß nicht jedes offensichtlich gezeigte Gefühl auch wirklich das ist, was es zu sein scheint.
Aber ich glaube nicht, daß man mit Weisheiten à la "Wenn a, dann b" und "wenn c, dann d" durchs Leben kommen sollte/kann.
Dafür sind wir dann doch zu unterschiedlich und unsere Bedürfnisse und "Befindlichkeiten" zu wechselhaft.
Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Do 18. Nov 2010, 19:19 
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Erfahrener Schreiber

Registriert: Di 2. Nov 2010, 04:00
Beiträge: 121
Also ich bin gerade noch bei den Beta-Männern, aber bisher fand ich es sehr erhellend und ich hab mich teilweise wiedererkannt, bzw. Handlungsweisen aus meiner Vergangenheit. Aber auch ich hab mich der Pick-Up-Community entzogen, weil ich finde, dass sie eine zu kranke Einstellung gegenüber Frauen haben, wenn ich da Sprüche höre wie "du kannst jeden Tag ne andere layen" oder ich bei manchen das Gefühl habe sie wollen einfach nur zeigen, dass sie der größte Stecher der Welt sind, dann kommts mir hoch. Eine positive Einstellung zu sich selbst und seiner Sexualität ist gut (das versuche ich gerade zu entwickeln), aber Frauen muss ich nicht als Sexobjekt ansehen, sondern als das was sie sind, jede Einzelne ein (mehr oder weniger) wundervolles Geschöpf mit ihrer je individuellen Eigenheit.

_________________
"Erklär mir die Liebe" sagt der Verstand zur Liebe
"Das verstehst Du nicht" entgegnet die Liebe

Am Ende wird immer alles gut, ist es noch nicht gut? Dann ist es noch nicht das Ende...


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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Do 18. Nov 2010, 20:02 
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Weiser

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Beiträge: 1104
Wohnort: hessen
eine sehr schöne definition dessen,was frauen..aber auch männer ausmacht,lächel..!

also..hilfe zur selbsthgilfe find ich ok,aber bitte niemals auf kosten anderer..!

dieses buch klingt so,als wäre die entwicklung vom ab-ler zum in jeder frau nur willkommenes "frischfleisch-seher"wünschenswert..

jeder mensch ist ein individuum und als soches im ganzen gesehen und auch in seiner gedanken und gefühlswelt zu achten..basta!

sorry,aber wenn ich sowas lese,kann ich nur rigoros sein und ich bin erleichtert,das ihr männer das ähnlich seht!

_________________
urteile nie nach dem ersten blick-der mensch ist stets mehr als er scheint!


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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Do 18. Nov 2010, 21:03 
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Meister der Worte

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Beiträge: 692
Ich habe mir tatsächlich die Lesermeinungen für das Buch bei Amazon durchgelesen, in dem Wissen, dass dort für gewöhnlich Unfug steht, aber die unteren Bewertungen geben doch einen Einblick, worum es geht.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Fr 19. Nov 2010, 21:48 
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Erfahrener Schreiber

Registriert: Di 2. Nov 2010, 04:00
Beiträge: 121
Ich finde bei Amazon sollte man sowieso als erstes die negativen Bewertungen lesen, da kann es zwar auch Leute geben, die etwas grundlos kritisieren, aber aus jeder ernsthaften Kritik kann ich mehr rauslesen als aus 20 Lobeshymnen.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Sa 20. Nov 2010, 23:36 
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Neuling

Registriert: So 19. Sep 2010, 01:42
Beiträge: 1
ja es stimmt, einige der attitüden in dem buch sind ekelhaft. das ändert aber nichts daran, dass unglaublich viel augenöffnende wahrheit in dem buch verborgen ist, wenn man es nur kritisch genug liest.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Mi 24. Nov 2010, 00:16 
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Registriert: Mi 30. Jun 2010, 23:17
Beiträge: 134
Da haben wir doch einen Sammelthread für Buchvorstellungen, oder?

Noord, hilfe!!! ^^

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Aus den Scherben von gestern wurde die Kraft von heute.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Fr 11. Mär 2011, 20:59 
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Beiträge: 32
Wohnort: Stockholm - Gamla Stan
Von "Joker" (Maximilian Pütz) gibt es ein neues Buch namens "Der perfekte Eroberer" in ZUsammenarbeit mit Arne Hoffmann.
Behandelt im Großen und Ganzen das selbe Thema, ist aber neuer und sprachlich besser geschrieben, meiner Meunung nach.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: So 13. Jan 2013, 23:02 
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Neuling

Registriert: So 13. Jan 2013, 00:53
Beiträge: 5
Wohnort: Nordwesten
Orin_I hat geschrieben:
Ich habe gestern die ersten zwei Drittel des Buches gelesen. Fand es anfangs ziemlich gut. Witzig geschrieben und es gab einige Aha-Momente. Aber mit der Zeit wurde es mir immer unsympathischer, und irgendwann habe ich es angeekelt weggelegt (tief unten in meine Schublade, damit niemand aus meiner linksliberalen Emanzen-Familie den provokanten Titel sieht) und will es auch so schnell nicht wieder zur Hand nehmen.

Ich finde es ekelerregend, wie der Typ Frauen manipuliert ohne Ende, anstatt natürlich und ehrlich zu sein (Das totale Offfenheit auch keine Lösung ist, ist mir bewusst). Das geht sogar soweit, dass er vorschlägt, man solle negative Gefühlsäußerungen einer Frau ("Drama") ignorieren, und sie stattdessen mal hart rannehmen. Die Stelle wo das geschildert wurde war die erste im Buch, die ich abartig fand...
Ich finde es ekelerregend, wie er Menschen in Kategorien einteilt. Fängt an mit der menschenverachtenden Einteilung in Alpha- und Beta-Männer. Später werden dann verschiedene Frauen-Typen analysiert, am besten sind natürlich die, die mit ihrer Sexualität im Reinen, sprich leicht flachzulegen sind.
Ekelerregend, wie der Autor die Treue als etwas verwirft, was nur 'Betas' mit hoher Verlustangst nötig haben.

Vielleicht habe mich etwas reingesteigert, wie gesagt, anfangs fand ich vieles in dem Buch interessant und hilfreich, aber manche Einstellungen die der Typ hat überschatten das so sehr... bäh

Ich glaube dieses Buch hat mich für den Rest meines Lebens von dem Wunsch, Sex zu haben, geheilt. :roll:


:roll: Naja...ich wurde von dem Wunsch noch nicht geheilt. :mrgreen:
Und das Buch habe ich auch zuende gelesen. Und wenn man das Schriftstück vor der eigenen Emanzen-Familie verstecken möchte, so empfiehlt sich evtl. ein Ebook. :P

So im Nachhinein betrachtet gab es in dem Buch manche Aha-Erlebnisse (Stichwort: Drama, Oneitis); vieles wusste ich aber schon vorher rein theoretisch. Einige Ansichten sind nicht so ganz mit meinem Weltbild konform, aber ich fand das Buch ganz ordentlich zum Lesen.

Beim Stichwort Treue fände ich aber einen Mittelweg besser als die beiden Extremposition. Santana ruft ja geradezu zur Untreue auf. Aber Treue auf Biegen und Brechen klingt für mich auch etwas verbohrt und halte ich auch für utopisch. Da wird auch mindestens eine Person geschädigt zurückgelassen. Die Sichtweise, dass alles endlich ist, man im Leben eigentlich nichts besitzt und Menschen nicht auf einen einzigen Partner im Leben ausgelegt sind, hilft da m.M.n. mehr.

Was ich nur sehr problematisch an dem ganzen Buch finde, ist die Schubladendenke. Warum z.B. hat eine Frau mit einem hohen Selbstwertgefühl automatisch ein starkes Verlangen nach Sex? Was hat der Selbstwert mit dem Sextrieb zu tun? :?

Eine andere, häufig auftretende Nebenwirkung kann noch sein, dass man(n) an jeder Ecke irgendeinen Shit Test vermutet. Das kann dann schon mal bis ins Paranoide gehn, wenns schlecht läuft. :twisted:

Alles in allem hat mich das Durchlesen aber nicht zu nennenswerten Handlungen verleitet. Eher hab ich sogar kurze Zeit nachdem ich das Buch durchgelesen hatte, wieder eine Gelegenheit vertan und nicht mal ein Date bekommen. :oops: :roll:

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Alles ist relativ - nur Vodka ist Absolut! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Mo 14. Jan 2013, 11:35 
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AB-Padawan hat geschrieben:
Was ich nur sehr problematisch an dem ganzen Buch finde, ist die Schubladendenke. Warum z.B. hat eine Frau mit einem hohen Selbstwertgefühl automatisch ein starkes Verlangen nach Sex? Was hat der Selbstwert mit dem Sextrieb zu tun? :?


Hat er nicht. HSE-LD gibts doch auch?! Nur schließt der Author (aus seinem stark sexuell geprägten Interesse) alle LD Frauen sowieso mal aus, dann bleib für ihn überhaupt mal nur HSE-HD und LSE-HD als Diskussionsobjekt über.

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Frei nach Franz Joseph I: Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!

Da das Forum ohne Nord doch sehr ruhig geworden ist und ich mich dem Thema Love-Shyness auch zunehmend weniger verbunden fühle nehme ich meinen Hut. Wünsche euch alles Gute!


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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Sa 19. Jan 2013, 23:01 
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Neuling

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felis_silvestris hat geschrieben:
Hat er nicht. HSE-LD gibts doch auch?! Nur schließt der Author (aus seinem stark sexuell geprägten Interesse) alle LD Frauen sowieso mal aus, dann bleib für ihn überhaupt mal nur HSE-HD und LSE-HD als Diskussionsobjekt über.


Hm...demzufolge muss es sich beim HSE-LD Typ um den Alice Schwarzer/Männerhasser-Typ handeln. Demzufolge wärs auch verständlich und nach Occam's Razor sollte man die auch weglassen, damit das Modell einigermaßen plausibel bleibt. :)

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Alles ist relativ - nur Vodka ist Absolut! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Mo 21. Jan 2013, 11:50 
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Beiträge: 31
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Warum muss geringer Sextrieb mit Männerhass übereinstimmen? Nur vom Blickwinkel eines Mannes der hauptsächlich Sex will, bzw. sehr viel Sex will sind halt Frauen mit geringem Sexualtrieb uninteressant.

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Frei nach Franz Joseph I: Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!

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 Betreff des Beitrags: Re: "Lob des Sexismus"
BeitragVerfasst: Mo 25. Mär 2013, 02:15 
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Neuling

Registriert: Mo 25. Mär 2013, 02:02
Beiträge: 1
Hallo Leute,

ich habe mir das Buch, nachdem ich in diesem Artikel darauf gestoßen bin, auch gekauft und es beim Lesen genossen. Es ist wirklich gut geschrieben aber gebracht hat es mir nichts. Das liegt meiner persönlichen Ansicht nach daran, daß es von falschen Voraussetzungen ausgeht. Der Autor geht davon aus, daß wir unsere Partner alle nach instinktiven, triebgesteuerten Aspekten aussuchen. Tatsächlich aber mache ich immer und immer wieder eine ganz andere Erfahrung, nämlich, daß wir uns vielmehr von gesellschaftlichen Normen leiten und lenken lassen. Ich bin beruflich sehr oft in anderen Ländern und Kulturen unterwegs und erfahre dort gänzlich andere Präferenzen bei der Partnerwahl. Das alles läßt mich glauben, daß Santana gänzlich falsch liegt und sein Erfolg bei Frauen (den setze ich mal voraus) weniger auf genetische Prägung, sondern auf seine offene Art zurückzuführen ist.
Es gibt auch noch einen weiteren Aspekt der mich zu der Überzeugung bringt, daß nicht instinktive Triebe, sondern gesellschaftliche Prägung den Ausschlag bei der Partnerwahl geben: Es ist ein Buch namens "Die Kunst der Hypnotischen Manipulation". Der Autor gibt darin eine Anleitung wie man kurzzeitig eben diese gesellschaftliche Prägung so abändern kann, daß man selber nun im Zentrum der Begierde steht. Und da diese Technik funktioniert gehe ich sehr stark davon aus, daß er und nicht Santana recht hat.


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