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BeitragVerfasst: Di 23. Mär 2010, 20:27 
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Meister der Worte

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irgendwer hat geschrieben:
aber man muss für solche sagen nichtmal in die konkreten religionen schauen. man kann abstrahieren und mal prinzipiell das anthropische prinzip zugrunde legen: wäre eine bestimmte religion nicht missionarisch, dann gäbe es sie nicht. die wäre zusammen mit dem religionsstifter ausgestorben. religionen sind meme und unterliegen der kulturellen evolution. das missionieren ist ein starker selektionsvorteil und fast schon zwingend.

Die anhängerstärksten Religionen sind, nach meinem Kenntnisstand und Meinung, deshalb auch monothoistische, andere stärkere werden hauptsächlich durch Vererbung weitergegeben, denen der Bekehrung eine höhere Priorität geben und in Folge dessen auch weniger tolerant sind, wenn man von alten Griechen und Römern absieht.

Den Vergleich mit Drogen finde ich interessant.

vancy hat geschrieben:
Das Problem sind die extremistischen Freikirchen (die haben übrigens Erwachsenentaufe) - und die wachsen leider nahezu unbemerkt vor sich hin. Wie diese Leute ihre Religion ausleben, wie sie leben und denken, das ist nahezu unvorstellbar für mich und wie ich finde auch gefährlich.

Was tun oder denken die denn "gefährliches"?


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Di 23. Mär 2010, 20:27 


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BeitragVerfasst: Di 23. Mär 2010, 21:36 
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Weiser

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Imago hat geschrieben:
Was tun oder denken die denn "gefährliches"?


wenn man von freikirchen redet kann man viel meinen. freikirchen sind oft pfingstgemeinden mit kreationistischem einschlag. mal mehr mal weniger. wenn man die gefahr der freikirchen betrachten will kann man stellvertretend auch in die usa schauen. was die vormachen schwappt früher oder später ja immer zu uns rüber und das manifestiert sich momentan eben vorallem in freikirchen.

erstmal das denken sie gefährliches:
-die lehnen die evolutionstheorie ab und denken, die erde sei 6000 jahre alt. das ist genau so absurd, wie heute zu behaupten die erde sei eine scheibe und die sonne kreise um die erde.
-abtreibung böse, kondome böse, außerehelicher und nicht zum kinderzeugen gedachter sex böse
-generelle wissenschaftsfeindlichkeit
-sehr lebhafte vorstellung von der hölle und allem was dazu gehört
-religion muss das wichtigste sein im leben; jesus noch vor die eigene familie stellen(genau den aspekt hab ich als außenstehender mal konkret mitbekommen)
-extrem starker drang zur missionierung

das waren mal die wichtigsten eckpunkte. hoffe ich hab nix vergessen. nun zu dem was sie tun:
als erstes wären natürlich diese fun-gottesdienste, die leute ködern sollen. ist wirklich beängstigend das zu sehen, wie die leute zu christlicher popmusik und armen gen himmel irgendwelchen religiösen unsinn vor sich hinbrabbeln. das ist ganz massiv darauf ausgelegt leute zu fangen. ok, aber das mag noch das oberflächlichste sein. eigentlich kann alles weitere aus ihrem gedankengut abgeleitet werden. z.b. machen die sich dafür stark, die schöpfungsgeschichte in den biounterricht in der schule zu integrieren, womit sie sogar punktuell schon erfolgreichwaren(in deutschland!). in amerika werden abtreibungsärzte erschossen und naja, die ganzen republikaner sind das sprachrohr von diesen verrückten. und was die republikaner so veranstalten sieht man ja :D
unterm strich wollen die einfach die gesellschaft geistig zurück ins mittelalter führen und, wenn man sie ließe, eine theokratie aufbauen.


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BeitragVerfasst: Di 23. Mär 2010, 22:00 
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Meister der Worte

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Ich sehe keinen deutlichen Unterschied zum Katholizismus.
Das Schulsystem ist auch ohne theologische Eingriffe mit ausreichend Pferdefüßen ausgestattet, dennoch sollte dort ein neutrales Weltbild vermittelt werden.


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BeitragVerfasst: Di 23. Mär 2010, 22:36 
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Meister der Worte

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Imago, ich schicke dir gleich mal ne PN dazu.
Im Wesentlichen hat Irgendwer die Punkte ja bereits genannt. Das Gefährliche sehe ich in dem Missionsdrang (den ich schon mehrfach erfahren habe). Diese Leute leben einfach kein normales Leben wie die meisten Katholiken es tun. Sie leben nicht mit dem Glauben, sondern für den Glauben. Und erwarten, dass alle anderen das doch bitte schon auch tun sollten.


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BeitragVerfasst: Di 23. Mär 2010, 23:50 
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Weiser

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in die theorie ist der katholizismus wirklich nicht sooo weit weg. aber es bleiben dann doch 2 dicke unterschiede
-die katholische kirche ist nicht kreationistisch. die haben die evolution akzeptiert. schieben gott eben etwas mehr in die pantheistische ecke.
-die meisten lehren der katholische kirche finden in der breite unter den gläubigen keine anwendung. welcher deutsche katholik hält sich denn z.b. an die sexualmoral? das ist natürlich deshalb, weil die katholische kirche ein alter dinosaurier ist. die freikirchen und co sind aber jugendlich und sie sind ganz stark hinterher, dass das was gepredigt wird auch gelebt wird. die anhänger gehen freudig jede woche in den gottesdeinst. nicht wie bei den katholiken, die evtl mal zu weihnachten nur gehen...


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BeitragVerfasst: Mi 24. Mär 2010, 16:00 
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ich bleibe bei meiner meinung das sich auch die freikirchen auf dauer selbst ausrotten. denn die leute werden dort genauso wenig das finden was sie suchen wie in der normalen kirche. gut sie werden momentan stärker, auch der trend wird wieder nachlassen...

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BeitragVerfasst: Mi 24. Mär 2010, 17:24 
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Nord hat geschrieben:
ich bleibe bei meiner meinung das sich auch die freikirchen auf dauer selbst ausrotten. denn die leute werden dort genauso wenig das finden was sie suchen wie in der normalen kirche. gut sie werden momentan stärker, auch der trend wird wieder nachlassen...


Trotzdem sollte man diese "Gläubigen" im Auge behalten. Hitler hat man anfangs auch nur belächelt.... ist jetzt ein krasser Vergleich, jedoch ist mir die Sache auch dementsprechend ernst.

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BeitragVerfasst: Mi 24. Mär 2010, 18:08 
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das seh ich genauso!

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BeitragVerfasst: Mi 24. Mär 2010, 19:19 
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Meister der Worte

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irgendwer hat geschrieben:
-die katholische kirche ist nicht kreationistisch. die haben die evolution akzeptiert. schieben gott eben etwas mehr in die pantheistische ecke.

Theoretisch ist die Evolutionstheorie nicht mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren, was die Anhänger in der Praxis glauben, haben sie sich dann selbst gebastelt.

irgendwer hat geschrieben:
-die meisten lehren der katholische kirche finden in der breite unter den gläubigen keine anwendung. welcher deutsche katholik hält sich denn z.b. an die sexualmoral?

Wieder scheitert es an der Praxis. Ich habe nachgelesen woher das Zölibat kommt, es diente nur der Vermeindung einer erblichen Pristerwürde. Damals waren Berufe erblich.

irgendwer hat geschrieben:
nicht wie bei den katholiken, die evtl mal zu weihnachten nur gehen...

Dann sind es aber nicht sehr fromme Menschen.


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BeitragVerfasst: Mi 24. Mär 2010, 22:09 
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Weiser

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Nord hat geschrieben:
ich bleibe bei meiner meinung das sich auch die freikirchen auf dauer selbst ausrotten. denn die leute werden dort genauso wenig das finden was sie suchen wie in der normalen kirche. gut sie werden momentan stärker, auch der trend wird wieder nachlassen...


es geht überhaupt garnicht darum, was die leute suchen oder nicht. die leute sind nur wirt für die religion. die religion ist genau so, dass sie sich im geist festsetzt und nicht mehr leicht entfernt werden kann. beispiel hölle: für einen gläubigen ist das natürlich eine last, an soetwas zu glauben. aber dem kann man nicht einfach erklären, dass es das nicht gibt, weil er ja im ist-zustand ja angst haben muss gerade durch das umdenken da hinzukommen. das ist schon sehr ausgeklügelt.
zu hoffen, dass religion von selbst ausstirbt, ist wie zu hoffen, dass aids ausstirbt. ohne zutun durch vernunft(bzw wissenschaft) wird man beides nicht los.
in der tat gibts nicht nur diese tolle drogen-analogie, sondern auch die virus-analogie. genau genommen kann fast alles kulturelle als so eine art virus betrachtet werden. manche sind gut, manche schlecht. man neigt aber dazu, die eigenen für gut zu befinden. würden diese viren, die man in diesem kontext auch "mem" nennt, das nicht tun, wären sie schon längst ausgestorben. mehr dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Mem

@imago:
Zitat:
Theoretisch ist die Evolutionstheorie nicht mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren, was die Anhänger in der Praxis glauben, haben sie sich dann selbst gebastelt.

der christliche glaube kann sich eigentlich nicht mal mit sich selbst vereinbaren. die bibel ist ein einziger haufen voller widersprüche. es ist eine beunruhigende virtuosität, die gläubige an den tag legen, wenn es darum geht widersürüchliche dinge zu glauben. das erinnert etwas an "doppeldenk" von orwell. wie auch immer, es gibt nicht "den" glauben. vom ersten tag an hat sich das glaubensgebilde der welt angepasst. dass sich die katholiken jetzt der evolution anpassen ist eigentlich nichts besonderes, sondern reiht sich ein in eine lange reihe von anpassungen. noch so eine anpassung sind die menschenrechte. es wird ja immer behauptet, wir hätten unsere tollen werte dank der religion, was natürlich absoluter blödsinn ist. wir haben sie vor allem dank der aufklärung, die sie gegen die religion erkämpfen musste. und jetzt, da sich die religion auch widerwillig auf so etwas wie menschenrechte eingelassen hat, schmückt sie sich mit fremden federn und behauptet es sie ihre erungenschaft.

Zitat:
Wieder scheitert es an der Praxis. Ich habe nachgelesen woher das Zölibat kommt, es diente nur der Vermeindung einer erblichen Pristerwürde. Damals waren Berufe erblich.

sehr viele dinge in der religion haben wahnsinnig banale ursprünge. das ist nur eins davon. wobei ich gelesen hab, dass die das zöllibal nur eingeführt haben und geld zu sparen; die pristerfamilien wurden wohl zu teuer :D
aber wo jetzt das alles seinen ursprung hat ist egal. es geht darum, dass jetzt diese sexualmoral eben das ist, was die katholische kirche mit ihrer nicht vorhandenen autorität gerne durchsetzen würde. die freikirchen haben für ihre ähnliche sexualmoral die gleichen absurden quellen. der unterschied ist eben, dass die freikirchen es schaffen ihre schäfchen richtig im verhalten und denken zu beeinflussen.

Zitat:
Dann sind es aber nicht sehr fromme Menschen.

genau das will ich ja sagen: die katholiken und protestanten der landeskirchen sind in der regel fast garnicht mehr fromm, wärend die anderen eben erzkonservativ sind bis ins mark


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BeitragVerfasst: Do 25. Mär 2010, 06:39 
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Zitat:
es geht überhaupt garnicht darum


doch eigentlich geht es genau darum. was treibt leute denn sonst in den glauben wenn nicht die suche nach etwas?
denn die leute die dazu erzogen wurden sind meistens die die eben auf dem papier dabei sind und mehr nicht. was treibt einen erwachsenen menschen sonst dazu sich einer religion anzuschließen?

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BeitragVerfasst: Do 25. Mär 2010, 09:19 
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Meister der Worte

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Also meiner Theorie nach (und die hat sich bisher bestätigt) gibt es nur zwei Wege zur Religion zu kommen: Entweder man wächst damit auf. Gerade in den Freikirchen spielt sich so viel Freizeit in der Gemeinde ab, das die Kinder das alles für ganz normal halten und kaum etwas anderes kennenlernen. Oder: Man hat ein Problem in der Familie, mit sich selbst etc. Irgendwas ist im Leben schief gelaufen und es besteht eine Sehnsucht nach Sinn, nach Geborgenheit in der Gemeinde etc.
Sogesehen wären THEORETISCH die meisten Leute aus diesem Forum eigenlich die perfekten "Opfer" für die Freikirchen - nur das wir scheinbar alle nicht so veranlagt sind.

Die Leute, die ich kennengelernt habe, sind erst im Jugend-/und Erwachsenenalter so christlich geworden. Ich weiß, dass sie zu diesem Zeitpunkt jeweils massive Probleme hatten. Sie leugnen aber alle, dass ihr Weg zum Glaube irgendwas damit zu tun gehabt hat. Ich sehe das anders.


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BeitragVerfasst: Do 25. Mär 2010, 10:29 
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Weiser

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Nord hat geschrieben:
Zitat:
es geht überhaupt garnicht darum


doch eigentlich geht es genau darum. was treibt leute denn sonst in den glauben wenn nicht die suche nach etwas?
denn die leute die dazu erzogen wurden sind meistens die die eben auf dem papier dabei sind und mehr nicht. was treibt einen erwachsenen menschen sonst dazu sich einer religion anzuschließen?


wie vancy schon gesagt hat treiben eben die beiden sachen einen in den glauben. du sagst, dass die, die reingeboren werden, dann meist nur die papierchristen sind. das mag für die landeskirchen stimmen, aber eben nicht für radikalere gruppen. ansonsten sind es wirklich meist notlagen, die die leute gläubig macht, was natürlich total gegen den glauben spricht, aber das verstehen die gläubigen selbst nicht. generell, wenn man gläubig ist, hat man i.d.r. die fähigkeit verloren das negative zu sehen bei der ganzen sache. wie ich schon gesagt hab ist ein gläubiger unendlich froh einen weg gefunden zu haben der hölle zu entgehen.
es gibt eben im menschen ein gewisses bedürfniss, das religion besonders gut stillt. ich mein jetzt nicht das bedürfnis nach echten lösungen für probleme, sondern eher das bedürfnis nach einer diffusen ontologischen geborgenheit. einige wissenschaftler sind sogar der meinung, dass unsere gehirne aus evolutionären gründen gut auf religion ansprechen. mal angenommen das christen tun würde von heute auf morgen als allen köpfen verschwinden. es wäre nur eine frage der zeit bis entweder eine andere religion ihren platz einnimmt oder eine neue religion erfunden wird. die einzige chance das zu verhindern, wäre, dieses kurze vakuum so gut wie möglich mit aufklärung zu füllen. aber leider ist nicht jeder schlau bzw fährig halbwegs wissenschaftlich zu denken. und wenn man das nicht kann versteht man die welt einfach nicht und dann haben religionen wieder leichtes spiel.
also was treibt die leute in den glauben? die religion selber! was treibt eine menschliche, von einem virus befallene zellen dazu, weitere viren zu produzieren und dabei zu grunde zu gehen? zelle wie mensch sind nur wirt; er ist nur mittel zum zweck. was er im detail denkt ist global gesehen eigentlich egal. um die analogie noch weiter zu treiben: man müsste es schaffen alle menschen auf der welt zu impfen(mit aufklärung), sonst wird die religion wieder irgendwie ihren weg finden.


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BeitragVerfasst: Do 25. Mär 2010, 11:55 
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An dieser Stelle würde ich gerne Karl Marx zitieren ^^

"Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes."

Ich denke diesen Satz kennt jeder, er fast jedoch alles was ich über Religionen denke in einem einzigen Satz zusammen.

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BeitragVerfasst: Do 25. Mär 2010, 18:27 
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Beiträge: 692
vancy hat geschrieben:
Sogesehen wären THEORETISCH die meisten Leute aus diesem Forum eigenlich die perfekten "Opfer" für die Freikirchen - nur das wir scheinbar alle nicht so veranlagt sind.

Ich sollte mir unbedingt eine radikale Gruppierung mit Zölibat suchen, aber vielleicht bin ich ja auch schon in einer integriert.


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BeitragVerfasst: Do 25. Mär 2010, 18:50 
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Zitat:
wie vancy schon gesagt hat treiben eben die beiden sachen einen in den glauben. du sagst, dass die, die reingeboren werden, dann meist nur die papierchristen sind. das mag für die landeskirchen stimmen, aber eben nicht für radikalere gruppen. ansonsten sind es wirklich meist notlagen, die die leute gläubig macht, was natürlich total gegen den glauben spricht.


mit den papierchristen waren auch die landeskirchen gemeint.
dei landeskirchen waren früher nicht weniger radikal wie heute die freikirchen. und ebenso wie die landeskirchen müssen sich die freikirchen mit der zeit immer mehr anpassen(vorallem wenn sie eine gewisse größe erreicht haben und halten wollen), weil die gesellschaft nichts anderes zulässt.

und was treibt menschen in notlagen in den glauben? die suche nach trost und hoffnung...

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BeitragVerfasst: Fr 26. Mär 2010, 00:00 
Zitat:
Man hat ein Problem in der Familie, mit sich selbst etc. Irgendwas ist im Leben schief gelaufen und es besteht eine Sehnsucht nach Sinn, nach Geborgenheit in der Gemeinde etc.
Sogesehen wären THEORETISCH die meisten Leute aus diesem Forum eigenlich die perfekten "Opfer" für die Freikirchen - nur das wir scheinbar alle nicht so veranlagt sind.

na na, vancy :?
dadurch fühle ich mich nicht nur persönlich beleidigt sondenr glaube auch im allgemeingültigeren rahmen etwas falsches erkannt zu haben. Ich glaube nicht, dass abs und loveshys die typischen sind, sondern sind gerade NICHT die typischen. ;)


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BeitragVerfasst: Fr 26. Mär 2010, 00:20 
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Weiser

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man könnte mutmaßen, dass eine grundanforderung, damit religion fruchtet ist, dass man keine sozialen "defekte" wie wir hat, da religion ja sehr viel mit sozialer interaktion zu tun hat. man braucht ja quasi erstmal jemanden, der einen missioniert, aber wir sind im schnitt ja eher nicht mit sooo vielen freunden gesegnet.


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BeitragVerfasst: Fr 26. Mär 2010, 08:22 
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Imago hat geschrieben:
vancy hat geschrieben:
Sogesehen wären THEORETISCH die meisten Leute aus diesem Forum eigenlich die perfekten "Opfer" für die Freikirchen - nur das wir scheinbar alle nicht so veranlagt sind.

Ich sollte mir unbedingt eine radikale Gruppierung mit Zölibat suchen, aber vielleicht bin ich ja auch schon in einer integriert.


Die radikalen Gruppen haben kein Zölibat.


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BeitragVerfasst: Fr 26. Mär 2010, 08:29 
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Meister der Worte

Registriert: Mo 15. Dez 2008, 10:43
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NewOldLS hat geschrieben:
Zitat:
Man hat ein Problem in der Familie, mit sich selbst etc. Irgendwas ist im Leben schief gelaufen und es besteht eine Sehnsucht nach Sinn, nach Geborgenheit in der Gemeinde etc.
Sogesehen wären THEORETISCH die meisten Leute aus diesem Forum eigenlich die perfekten "Opfer" für die Freikirchen - nur das wir scheinbar alle nicht so veranlagt sind.

na na, vancy :?
dadurch fühle ich mich nicht nur persönlich beleidigt sondenr glaube auch im allgemeingültigeren rahmen etwas falsches erkannt zu haben. Ich glaube nicht, dass abs und loveshys die typischen sind, sondern sind gerade NICHT die typischen. ;)


Doch, zumindest die, die sagen, dass sie schon immer Außenseiter waren - auch in der Schule. Außerdem würde das vieles "einfacher" machen. Schließlich sucht Gott dir dann einen Partner, nicht du selbst. Und da du keinen Sex vor Ehe haben sollst, hat sich die Frage nach dem ersten Mal damit auch erledigt etc.
Ich habe ja nicht behauptet, dass jeder der irgendwelche Sorgen hat, so wird - das wäre ja schlimm. Aber ich denke ich denke, dass Leute mit irgendwelchen Lebens- und Sinnkrisen einfacher zu angeln sind. Aber dafür sind wir wohl alle zu psychisch stabil ;)


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